Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
100
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eins in einer Badstube oder Puderkammer geplappert hat. Ichgebe mich daher öfters in guten Stunden mit ihnen ab, alsz.B. ich lasse sie durch Tubos sehen, worin keine Glaser sind, diesie denn sehr bewundern und sagen, der muß viel Geld gekostethaben, weil er von außen sehr prächtig ist, oder ich zeige ihnendie Sonne und gebe dem Tubo eine solche Stellung, daß sieohne sich niederzulegen und die lächerlichste Stellung anzuneh-men Nichts sehen können. Borgestern als sie beide zugleich ka-men, lag eben das Kupfer auf dem Tisch, das die Nerven desHerzens vorstellt. Sehen Sie, wisperte der Perrückenmacher demBarbier zu, was das scheußlich aussieht.

Der Barbier. (Etwas laut, damit ich es auch hören sollte) Odas ist noch gar Nichts, auf der Anatomie haben wir derglei-chen noch viel schlimmer, und da riechtS noch dabei.

Der Perrüguenm. Pfui Henker (und spuckte aus), ich möchte

kein Barbier sein.

Der Barbier. Und ich kein Perrückenmacher.

Der Prof. (Bei Seite) und ich keins von beiden.

Nunmehr war die Seife fertig, und der Barbier avancirtegegen mich, da ich mit der Serviette auf dem Stuhl saß. UmVergebung, sagte er, Hr. Prof. (und zog mir einen Bart vonSeife), was soll das Bild dort vorstellen?

Der Prof. Welches Bild?

Der Barb. Dort der Kerl, man kann das Herz und auchEtwas von den pulmcmos sehen (so sagt der deutsch spre-chende Barbier, wenn er Lungen sagen will).

Der Prof. (Der nun zum guten Glück schon um den Mundherum eingeseift war und das Lachen halten konnte wieein Haubenstock). O das ist der Graf Strucnsee, wie er aufdem Nade liegt.