Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
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Abend eben so gut zu schmecken wissen, als das Geschöpf, dessenBusen zu malen die Dichter oft die Farbe des Schwans borgen,plätscherten in dem Wiederschein des Himmels, nicht weit voncmem natürlichen Canapee, in welches ich mich geworfen Halle.Da lag ich, anfangs fuhr noch dann und wann ein kleinesWünschchen durch meinen Kopf, das mich etwas beunruhigte,bis es endlich ebenfalls in mir zu einem Gleichgewicht kam, zuwelchem mich die Natur einzuladen schien, und welches ich füreinen so reizenden Zustand, vielleicht für den zweiten im Rangin dieser Welt erkenne, daß ich ihn zu Bezeigung meiner Men-schenliebe allen Rechtschaffenen zum guten Morgen wünsche.Was glauben Sie nun, Madam, was für eine Strafe würdederjenige verdienen, der einen Unschuldigen um den völligen Ge-nuß eines solchen Abends brächte? wie? Ich sehe, Sie wollenein strenges Urtheil sprechen. Aber halten Sie ein oder mil-dern Sie es wenigstens, denn Sie sprechen es sich selbst. Ja,Sie haben mich mit Ihrem Briefe um den ganzen Abend ge-bracht, damit, daß Sie mich einen Hofmann schelten, an meinerAufrichtigkeit zweifeln, und was das Entsetzlichste ist, glauben,daß ich mich Parfümire. Sie machen mir durch diesen Borwurfdas einzige Befitzthum streitig, das ich noch ungestört in diesem Le-ben zuhaben hoffte, nämlich, daß ich allezeit ein offenherziger guterDorfjunge gewesen bin. Was kann ich denn dafür, daß Sieso schöne Briefe schreiben, warum haben Sie mir nicht solchewie...... . geschrieben, so hätte ich gewiß nicht gesagt, sie

wären schön. Und mit einem Wort (kein Wunder wenn manböse wird), daß Sie es wissen, Sie und Ihr Mann könnenmir nicht verbieten zu sagen, daß mir Ihre Briefe gefallen, jvund Sie nicht einmal, wenn ich Ihnen sagte,-daß Sie mirselbst gefielen; daß mir aber Ihr Mann einmal eine OhrfeigeVlI, 7