Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
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Es muß Ew. Wohlgcborcn und Herrn Brandes doch wahre Freudemachen, zu finden, daß Sie in so kurzer Zeit mehr in dieserLehre geleistet haben, als alle Physiker seit der Schöpfung derWelt oder doch gewiß seit der Sündflnth und den Zeiten desAristoteles. O! wenn doch diese Untersuchungen sortgesetzt wer-den könnten! Mich soll unter Anderen sehr verlangen, ob sichnicht am Ende eine wahrscheinliche Grenze wird finden lassen,unter welche die Sternschnuppen nicht kommen. Z.B. wennman fände, daß nie eine der Erde auf 4 Meilen nahe gekom-men wäre.

Es ist doch allerdings merkwürdig, daß sie nicht an derErde entstehen. Gott bewahre, daß an unserer Erde je solcheFeuer fliegen sollten, die in einer Sekunde S Meilen zurücklegen,wenigstens wünschte ich nicht, daß mir je so Etwas an denKopf flöge, es mochte nun die abgeschiedene Seele eines Göttin-gets, oder unverdauter Froschstoff') sein.

Ich glaube, daß dieser Umstand merkwürdig ist. Es könntezu Etwas führen, das für die Sternschnuppen wäre, wasdie Schneelinie für das permanente Eis ist. Nähern sie sich inheißen oder kalten Ländern der Erde mehr? Beccaria") willeinmal eine auf seinen elektrischen Drachen zufahren gesehnhaben. Ich traue aber dem Herrn Beccaria nicht recht. Erwar einer von den Leuten, für die das elektrische lluiüum eink» -i«» ist. Auch sollen, wie man sagt, zu der Zeit, da die

') Iremeüa meteorica, Wetterglitt, Sternschnuppen oder Stern-schnauzcn.

") Beccaria, Giovanni Baptista, geb. 17lS. zu Mondovi, gest.t781. Professor in Bologna, Mitglied der Akademien zu London undBologna, berühmter Physiker.