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fähr das in der Schriftstellerwelt sein, was die große Eonjunc-tion dort oben am Planetcnhimmel ist. Einen allmächtiger«Gleichnißschöpfer kenne ich gar nicht. Es ist, als wenn in sei-nem Kopf sich jeder Gegenstand in dem Reiche der Natur oderder Körperwelt, sogleich mit der schönsten Seele aus dem Reichder Sitten, der Philosophie oder der Gnade, vermählte und nunmit ihr in Liebe verbunden wieder hervorträte. Haben Siewohl die Stelle in dem Campaner Thal gelesen, wo Chiaur ineinem Luflball aufsteigt?
Ich kann mich nicht erinnern, daß seit langer Zeit irgend nurein Bild einen so hinreißenden Eindruck auf mich gemacht hat.Ich muß gestehen, ich legte das Buch weg, um ihn recht langezu behalten, denn ich fürchtete, er möchte vielleicht in der näch-sten Periode durch einen vielleicht bloß witzigen Einfall gestörtwerden.
Dieses ist, wo ich nicht sehr irre, der einzige Fehler dieseswunderbaren Schriftstellers; er weiß seinen Reichthum nicht im-mer mit Geschmack anzuwenden. Ein Bild jagt das andereund eine Vlüthe erstickt die andere. Deswegen kann ich, dieWahrheit zu gestehen, nicht viel auf einmal in ihm lesen.
Vielleicht gäbe sich das mit den Jahren, und wenn maneinige Alten nicht der Materie, sondern bloß der Form wegenliest.
Mein Gott was mache ich da! Ich wollte Ihnen ein Bü-ket schreiben, Ihnen für Ihre Güte zu danken und schreibe Ih-nen eine Chrie, die eher einer Züchtigung ähnlich sieht, undnicht einmal recht deutsch ist. Verzeihen Sie mir und leben Sierecht wohl.
Sonntag Mittag auf dem Garten.