Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
49
Einzelbild herunterladen
 

49

''Aschen

ein leichtfertiges Mädchen, wurde gesagt. Das war wahr, dasincorrigible Ding ist eine entfernte Verwandte, die sie aus Barm-herzigkeit zu sich genommen haben. So bald aber die FrauHofr. Richter, die, so wie Hr. Hofr. selbst, viel auf diese Leutehalt, ihr nur im Mindesten bedeuten ließ, daß das Mädchennichts taugte, so wurde sie sogleich fortgejagt. Es waren auchbloß Studenten, die sich mit derselben an der Thür und auf derDiele unterhielten, und keine Bierkunden. Ich bitte also Ew.Wohlgeboren inständigst, lassen Sie doch den braven Leuten undihren 8 Kindern Ihren Schutz angcdeihen. Betriebsamkeit mitihren natürlichen Folgen haben die Leute verhaßt gemacht, undnun sucht man Alles hervor. Gerechter Himmel! gegen wenläßt sich nicht etwas auffinden, wenn ein verschmitzter Advocatkleine Fehler mit den ganz ungeprüften Sagen falscher Men-schen auffängt, und nun daraus hin, ohne Anhörung des Gegen-theils, abgesprochen wird. Noch muß ich mich selbst wegeneines Verdachts sichern. Ich habe den Leuten etwas Geld aufihr Haus geliehen, dieses kümmert mich wirklich gar nicht. Esist nicht viel und ich habe die erste Hypothek, oder vielmehr dieeinzige, und das Haus ist sehr gut assccurirt. Geht die Sachenicht so, wie ich wünsche und wie jeder wünscht der die Leutekennt, so verkaufen sie das Haus und ziehen nach Adelebsen,wo sie her ist und noch einige liegende Güter hat.

Sehen Sie, liebster Herr Hofrath, so stehen die Sachen,die gewiß auch noch durch die kräftigen Zeugnisse der HerrnNichter und V.Martens unterstützt werden sollen. Letzterer sowohlals Madame Heyne haben ihnen gerathen, mich zu ersuchen,einmal bei Ew. Wohlgeboren ein Wort für sie einzulegen, dasich um so lieber that, als es mit meinen Gesinnungen zu-sammen traf, und mir überdas die Freude gewährte, zu sehen,VII. 4