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werden da Einrichtungen sehen, so wie man sie sich träumt. Esist keine beträchtliche Stadt in Holland, die ich nicht gcsehnhabe. Ich habe ihre Schifffahrt und ihre Häuser betrachtet, aberihre Bewohner waren mir, einige Gelehrte ausgenommen, un-erträglich. Sie verlieren gar zu viel gegen die Engländer.Wer aus England nach Holland kommt, glaubt aus einer Ge-sellschaft wohlgezogcner Offiziere uiiter Tamboure und Profoßeversetzt zu sein.
Wenn Sie die See in vollem Lüstre sehen wollen , so ver-säumen Sie ja nicht Scheveningen oder Schevelingen, 1 Stundevom Haag, am Ende eines angenehmen Waldes, fast des ein-zigen in Holland, zu besuchen. Der Prospekt ist da vortrefflich,weil keine Inseln gegenüber liegen, auch keine Tiefe des Ha-fens durch die Menge der Schiffe die Aussicht versteckt; Sie se-hen die See da, so wie die Tanne') am neuen Thor zu Darm-stadt. Aber, liebster Freund, versuchen Sie ja eine kleine See-fahrt, wäre es auch nur auf einem Fischerboot, wenigstens 3bis 4 Meilen vom Lande. Sie werden da Dinge sehen, wovonsich ein Mittelländer keinen Begriff machen kann. Ich bin sechs-mal zur See gewesen, und einmal in Gefahr, allein im Jahr1773, da ich nicht in Gefahr war, wiewohl der Wind heftigwehte, hatte ich einen Anblick, den ich nie vergessen werde. DasMeer schlug hohe Wellen, muschelformige tiefe Ausschnitte, dieleicht 30 bis 40 Fuß in die Länge haben mochten; darauf schwebteunser Schiffchen sicher, aber wie ein Strohhalm. Ich standauf dem Verdeck und hatte mich mit einem Strick a» dem Hauvumast fest gemacht. Etwas Größeres habe ich nie geschn. Das
'» Ein ausgedehnter Fichtenwald westlich von Darmstadt, dessenauch Claudius i» seinem Wandsbcckcr Boten erwähnt.