Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

es jetzt in der Welt, und man sieht sehr darauf. Ferner, lieb-ster Freund, glaube ich Ihnen versprechen zu können, IhremHerrn Sohn alle Collegia frei zu verschaffen. Eben wegenmeiner Sparsamkeit in diesen Angelegenheiten. Nur ein einziges-mal habe ich in meinem Professorleben einem Menschen, der esvon Seiten des Genies sowohl, als des Beutels Werth war, sodurchgeholfcn; daher greift meine Bitte mehr ein. Ich hingegenhabe jetzt auf meiner Liste in der Physik, da sich bereits 82 auf-geschrieben haben, ob ich gleich erst in 3 Wochen zu lesen an-fange, schon 7, die ich auf Empfehlung frei durchgehen lasse.Lassen Sie uns alles dieses wohl überlegen. Es ist jetzt Zeitdazu. Ich gebe die Parole: Sprachen und Medicin; höchstens

Jurisprudenz! Ja, ja keine Theologie! Leidet aber die

Anlage nichts Anderes, alsdann in Gottes Namen auch Theologie!

Was ich zu Ihrer Erziehungsanstalt beitragen kann, werdeich mit dem größten Vergnügen thun, und es hat mich sehr ge-freut, daß Sie mir davon Nachricht gegeben haben.

Die Göttingschcn Zeitungen bekomme ich, als bestallter Mit-arbeiter, gratis. Geben Sie mir eine bequemere Gelegenheit an,können Sie sie monatlich von mir erhalten.

Reisen, mein Lieber, macht mich gesund, das weiß ich ausErfahrung. Ich bin nie gesunder, als wenn mich das Posthornaus dem Schlafe weckt.

Heute ist hier das Iste St. des 4ten Jahrgangs Gott. Ma-gazins ausgegeben worden, darin finden Sie den Orbis pictusweiblicher Bediente. Empfehlen Sie mich dem Wochenbette.