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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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4.

Nothe Pantoffeln.

Gar böse Katze, so alt und grau,

Sie sagte, sie sei eine Schustcrfrau;

Auch stand vor ihrem Fenster ein Lädchen,

Worin Pantoffeln für junge Mädchen,

Pantöffelchen von Maroquin,

Von Safian und von Satin,

Von Sammt mit goldnen Borden garnirtUnd buntgeblümten Bändern verziert.

Am lieblichsten dort zu schauen warEin scharlachrothes Pantöffelchenpaar;

Es hat mit seiner FarbenprachtGar manchem Dirnchen in's Herz gelacht.

Eine junge Weiße EdelmauS,

Die ging vorbei dem Schusterhaus,

Kehrt wieder um, dann blieb ste stehn,

Thcit nochmals durch das Fenster sehn

Sprach endlich: Ich grüß Euch, Frau Kitze, Frau Katze,Gar schöne rothe Pantöffelchen hat Sic;

Sind sie nicht theuer, ich kauf sie Euch ab,

- Sagt mir wie viel ich zu zahlen Hab'.

Die Katze rief: Mein Jüngserlein,

Ich bitte gehorsamst, treten Sie ein.

Geruhen Sie mein Haus zu beehrenMit Dero Gegenwart; es verkehrenMit mir die allerschönsten MadclUnd Herzoginnen, der höchste Adel

Die Töffelchen will ich wohlfeil lassen

Doch laßt uns sehn, ob sie Euch passen,

Ach, treten Sie ein und nehmen Sie Platz

So flötet die boshaft listige Katz,

Und das weiße, unerfahrene DingIn die Mördergrub' in die Falle ging

Auf eine Bank setzt sich die MausUnd streckt ihr kleines Beinchen aus,