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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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liegt, kann ich nicht mehr des Schnapses entwöhnen; aber ihn selbst, meinenarmen HanSwnrst Maßmann, will ich in der öffentlichen Meinung wiederrehabilitiren, indem ich alles was ich über seine Lateinlosigkeit, seine lateinischeImpotenz, seine magna lingnas romanas ignorantia jemals geäußert habe,feierlich widerrufe.

So hätte ich denn mein Gewissen erleichtert. Wenn man auf dem Sterbe-bette liegt, wird man sehr empfindsam und weichselig, und möchte Friedenmachen mit Gott und der Welt. Ich gestehe es, ich habe manchen gekratzt,manchen gebissen, und war kein Lamm. Aber glaubt mir, jene gepriesenenLämmer der Sanftmuth würden sich minder srömmig gebcrden, besäßen siedie Zähne und die Tatzen des Tigers. Ich kann mich rühmen, daß ich michsolcher angebornen Waffen nur selten bedient habe. Seit ich selbst der Barm-herzigkeit Gottes bedürftig, habe ich allen meinen Feinden Amnestie ertheilt;manche schöne Gedichte, die gegen sehr hohe und sehr niedrige Personen ge-richtet waren, wurden deshalb in vorliegender Sammlung nicht ausgenom-men. Gedichte, die nur Halbweg Anzüglichkeiten gegen den lieben Gott selbstenthielten, habe ich mit ängstlichstem Eiser den Flammen überliefert. Es istbesser, daß die Verse brennen, als der Versifex. Ja, wie mit der Crcatur,habe ich auch mit dem Schöpfer Frieden gemacht, zum größten Aergernißmeiner aufgeklärten Freunde, die mir Vorwürfe machten über dieses Zurück-fallen in den alten Aberglauben, wie sie meine Heimkehr zn Gott zu nennenbeliebten. Andere, in ihrer Intoleranz, äußerten sich noch herber. Der ge-summte hohe Clerns des Atheismus hat sein Anathema über mich ausge-sprochen, und es giebt fanatische Pfaffen des Unglaubens, die mich gerne ansdie Folter spannten, damit ich meine Ketzereien bekenne. Zum Glück stehenihnen keine andern Folterinstrumente zu Gebote als ihre Schriften. Aberich will auch ohne Tortur alles bekennen. Ja, ich bin zurückgekehrt zu Gott,wie der verlorene Sohn, nachdem ich lange Zeit bei den Hegelianern dieSchweine gehütet. War es die Miftre, die mich zurücktrieb? Vielleicht einminder miserabler Grund. Das himmlische Heimweh überfiel mich und triebmich fort durch Wälder und Schluchten, über die schwindlichsten Bergpfadcder Dialektik. Aus meinem Wege fand ich den Gott der Pantheistcn, aberich konnte ihn nicht gebrauchen. Dies arme träumerische Wesen ist mit derWelt verwebt und verwachsen, gleichsam in ihr eingekerkert, und gähnt dichan, willenlos und ohnmächtig. Um einen Willen zu haben, muß man einePerson sein, und, um ihn zu manifestiren, muß man die Ellenbogen freihaben. Wenn man nun einen Gott begehrt, der zn helfen vermag unddas ist doch die Hauptsache so muß man auch seine Persönlichkeit, seineAußerweltlichkcit und seine heiligen Attribute, die Allgüte, die Allweisheit,die Allgerechtigkeit u. s. w. annehmen. Die Unsterblichkeit der Seele, unsre