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Dieses PerlenthränenliedIst die vielberuhmte Klage,Die gesungen wird in allenWeltzerstreuten Zeiten Jakob's
An dem neunten Tag des Monats,Der geheißen Ab, dem JahrstagVon Jerusalems ZerstörungDurch den Titus Vespasianus.
Ja, das ist das Zionslied,
Das Jehuda ben HalcvySterbend auf den heil'gen TrümmernVon Jerusalem gesungen —
Baarfuß und im BüßerkittelSaß er dortcn auf dem BruchstückEiner umgestürzten Säule; —
Bis zur Brust herunter fiel
Wie ein greiser Wald sein Haupthaar,Abenteuerlich beschattendDas bekümmert bleiche AntlitzMit den geisterhasten Augen —
Also saß er und er saug.
Wie ein Seher aus der VorzeitAnzuschaun — dem Grab entstiegenSchien Jeremias, der Alte —
Das Gevögel der RuinenZähmte schier der wilde SchmerzlautDes Gesanges, und die GeierNahten horchend, fast mitleidig —
Doch ein frecher SarazeneKam desselben Wegs geritten,
Hoch zu Roß, im Bug sich wiegendUnd die blanke Lanze schwingend —
In die Brust des armen SängersStieß er diesen Todcsspeer,
Und er jagte rasch von bannen.Wie ein Schattenbild beflügelt.