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15.
A» die Engel.
Das ist der dose Thanatos,
Er kommt auf einem fahlen Roß;
Ich hör' den Hufschlag, hör' den Trad,
Der dunkle Reiter holt mich ab —
Er reißt mich fort, Mathilden soll ich lassen,
O, den Gedanken kann mein Herz nicht fassen!
Sie war mir Weib und Kind zugleich.
Und geh' ich i» das Schattenreich,
Wird Wittwe sie und Waise sein!
Ich lass' in dieser Welt allein
Das Weib, das Kind das, trauend meinem Mnthc,
Sorglos und treu an meinem Herzen ruhte.
Ihr Engel in den Himmclshöhn,
Vernehmt mein Schluchzen und mein Flchn;
Beschützt, wenn ich im öden Grab,
Das Weib, das ich gcliebet Hab';
Seid Schild und Vögte Eurem Ebcnbilde,
Beschützt, beschirmt mein armes Kind, Mathilde.
Bei allen Thrancn, die Ihr je
Geweint um unser Menschenwch,
Beim Wort, das nur der Priester kennt
Und niemals ohne Schauder nennt,
Bei Eurer eignen Schönheit, Huld und Milde,
Beschwör' ich Euch, Ihr Engel, schützt Mathilde.
16.
Im Oktober 184».
Gelegt hat sich der starke Wind,
Und wieder stille wird's dnheime;
Germania, das große Kind,
Erfreut sich wieder seiner Weihnachtsbäume.