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Unjung und nicht mehr ganz gesund.Wie ich es diu zu dieser Stund,
Mögt' ich noch einmal lieben, schwärmenUnd glucklich sein — doch ohne Lärmen.
10.
S a l o m o.
Verstummt sind Pauken, Posaunen und Zinken.An Salamo's Lager Wache haltenDie schwergegiirtcten Engclgestaltcn,
Sechstausend zur Rechten, sechstausend zur Linken.
Sic schützen den König vor träumendem Leide,Und zieht er finster die Brauen zusammen.Da fahren sogleich die stählernen Flammen,Zwölftauscnd Schwerter, hervor aus der Scheide.
Doch wieder zurück in die Scheide fallenDie Schwerter der Engel. Das nächtliche GrauenVerschwindet, es glätten sich wieder die BrauenDes Schläfers, und seine Lippen lallen:
O Sulamith! das Reich ist mein Erbe,
Die Lande sind mir unterthänig.
Bin über Inda und Israel König —
Doch liebst du mich nicht, so welk' ich und sterbe.
11.
Verlorene Wunsche.
Von der Gleichheit der GemüthsartWechselseitig angezogenWaren wir einander immerMehr als uns bewußt gewogen.
Beide ehrlich und bescheidenKonnten wir uns leicht verstehen;Worte waren überflüssig.
Brauchten uns nur anzusehen.