Druckschrift 
4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

232

An vir Junge n.

Laß dich nicht kirren, laß dich nicht wirrenDurch goldne Aepfel in deinem Lauf!Die Schwerter klirren, die Pfeile schwirren.Doch halten sie nicht den Helden auf.

Ein kühnes Beginnen ist halbes Gewinnen,Ein Alexander erbeutet die Welt!

Kein langes Besinnen! Die KöniginnenErwarten schon knieend den Sieger im Zelt.

Wir wagen, wir werben! besteigen als ErbenDes alten Darms Bett und Thron.O süßes Verderben! o blühendes Sterben!Berauschter Triumphtod zu Babylon!

II er A n g l ci u l> i g c.

Du wirst in meinen Armen ruhn!Von Wonnen sonder SchrankenErbebt und schwillt mein ganzes HerzBei diesem Zaubergedankcn.

Du wirst in meinen Armen ruhn!Ich spiele mit den schönenGoldlacken! Dein holdes Köpfchen wirdAn meine Schultern lehnen.

Du wirst in meinen Armen ruhn!Der Traum will Wahrheit werden.Ich soll des Himmels höchste LustHier schon genießen auf Erden.

O, heil'ger Thomas! Ich glaub' es kaum !Ich zweifle bis zur Stunde,

Wo ich den Finger legen kannIn meines Glückes Wunde.