Don Dicgo unterbrach hierSeine Rede, denn wir sahen,Daß die Tasel aufgehobenUnd der Hos den Saal verlassen.
Höfisch fein von Sitten, gabMir der Ritter das Geleite,Und wir wandelten selbanderDurch das alte Gothenschloß.
In dem Kreuzgang, welcher leitetNach des Königs HundeställcnDie durch Knurren und GekläffeSchon von fernher sich verkllnd'gen,
Dorten sah ich, in der WandEingemauert und nach anßenFest mit Eisenwerk vergattert,
Eine Zelle wie ein Käfig.
Menschliche Gestalten zwoSaßen drin, zwei junge Knaben;Angefesselt bei den Beinen,
Hockten sie auf fauler Streu.
Kaum zwölfjährig schien der Eine,Wenig älter war der Andre;Die Gesichter schön und edel.
Aber fahl und welk von Siechthum.
Waren ganz zerlumpt, fast nackendUnd die magern Leibchen trugenWunde Spuren der Mißhandlung;Beide schüttelte das Fieber.
Aus der Tiefe ihres ElendsSchauten sie zu mir empor,
Wie mit weißen Geisteraugen,Daß ich schier darob erschrocken.
Wer sind diese Jammerbilder?
Rief ich aus, indem ich hastigDon Diego's Hand ergriff,Die gezittert, wie ich fühlte.