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Brillenartig schwarz umrändert,
Schaun sie auf dich nieder, schweigsam —Bis sie plötzlich schrillend aufschrei'nUnd wie Kaffeeschwestern schnattern.
Doch ich weiß nicht, was sie sagen,
Ob ich gleich der Vögel SprachenKundig bin wie Salomo,
Welcher tausend Weiber hatte.
Und die VLgclsprachcn kannte,Die modernen nicht allein,
Sondern auch die todten, alten.Ausgestopften Dialecte.
Neuer Boden, neue Blumen!
Neue Blumen, neue Düste!
Unerhörte, wilde Düfte,
Die mir in die Nase dringen,
Neckend, prickelnd, leidenschaftlich —Und mein grübelnder GeruchsinnQuält sich ab: Wo Hab' ich dennJe dergleichen schon gerochen?
War's vielleicht ans Rcgentstreet,
In den sonnig gelben ArmenJener schlanken Javancsin,
Die beständig Blumen käute?
Oder war's zu Rotterdam,
Neben des Erasmi Bildsäul',
In der weißen WaffelbudeMit geheimnißvollem Vorhang?
Während ich die neue WeltSolcher Art verdutzt betrachte,
Schein' ich selbst ihr einzuflößenNoch viel größre Scheu — Ein Affe,
Der erschreckt in's Buschwerk forthuscht,Schlägt ein Kreuz bei meinem Anblick,Angstvoll rufend: „Ein Gespenst!Ein Gespenst der alten Welt!"
Heine. IV. Ii