Doch im Munde eines Fürsten,Eines Schaches, ist ein ThomanGulden stets; ein Schach empfängtUnd er giedt nur goldne Thoman.
Also denken brave Leute,
Also dachte auch Firdusi,Der Verfasser des berühmtenUnd vergötterten Schach Nameh.
Dieses große HeldenliebSchrieb er auf Geheiß des Schaches,Der für jeden seiner VerseEinen Thoman ihm versprochen.
Siebzehn mal die Rose blühte.Siebzehn mal ist sie verwelket,Und die Nachtigall besang sieUnd verstummte siebzehn mal —
Unterdessen saß der DichterAn dem Webstuhl des Gedankens,Tag und Nacht, und webte emsigSeines Liedes Riesenteppich —
Riesenteppich, wo der DichterWunderbar hineingewcbtSeiner Heimath Fabelchronik,Farsistans uralte Kön'ge,
Lieblingshelden seines Volkes,Ritterthaten, Aventüren,Zauberwesen und Dämonen,
Keck umrankt von Mährchenblumen
Alles blühend und lebendig,Farbcnglänzcnd, blühend, brennend,Und wie himmlisch angestrahltVon dem heil'gen Lichte Irans,
Von dem göttlich reinen Urlicht,Dessen letzter Fcucrtempel,
Trotz dem Koran und dem Mufti,In des Dichters Herzen flammte.