Täglich ging die wunderschöneSultanstochter aus und niederUm die Abendzeit am Springbrunn,Wo die weißen Wasser plätschern»
Täglich stand der junge SklaveUm die Abendzeit am Springbrunn,Wo die weißen Wasser plätschern;Täglich ward er bleich und bleicher.
Eines Abends trat die FürstinAus ihn zu mit raschen Worten:Deinen Namen will ich wissen.Deine Heimath, deine Sippschaft!
Und der Sklave sprach: ich heißeMohamet, ich bin aus Jemmen,Und mein Stamm sind jene Asra,Welche sterben wenn sie lieben.
Wer dem Kloster geht vorbeiMitternächtlich, sieht die FensterHell erleuchtet. Ihren UmgangHalten dorten die Gespenster.
Eine düstre ProzessionTodter Ursulinerinnen;
Junge, hübsche AngesichterLauschen aus Kapuz' und Linnen.
Tragen Kerzen in der Hand,Die unheimlich blutroth schimmern;Seltsam wiederhallt im KreuzgangEin Gewisper und ein Wimmern.