Druckschrift 
4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

162

Deinen schönen Leib zerfetzt,Anatomisch ihn zersetzt

Deine Rosse trifft nicht minderEinst zu Montfaucou der Schinder.

4.

Besser hat es sich gewendet.Das Geschick, das dich bedroht'Gott sei Dank, du hast geendet,Gott sei Dank, und du bist todt.

In der Dachstub' deiner armenAlten Mutter starbest du,

Und sie schloß dir mit ErbarmenDeine schönen Augen zu.

Kaufte dir ein gutes Lailich,

Einen Sarg, ein Grab sogar.Die Begräbnißscier freilichEtwas kahl und ärmlich war.

Keinen Pfaffen hört man singen,Keine Glocke klagte schwer;

Hinter deiner Bahre gingenNur dein Hund und dein Friseur.

Ach, ich habe der Pomare,"Seufzte dieser,oft gekämmtIhre langen schwarzen Haare,

Wenn sie vor mir saß im Hemd."

Was den Hund betrifft, so rannt' erSchon am Kirchhofsthor davon,Und ein Unterkommen fand erSpäterhin bei Ros' Pompon.

Ros' Pompon, der ProvenzalinDie den Namen KöniginDir mißgönnt und als RivalinDich verklatscht mit niederm Sinn.