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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Durchlauchtigste Frau, gebt Urlaub mir,Ich muß nach Hause gehen"

Die Herzogin lacht! Ich laß dich nicht fort,Bevor ich dein Antlitz gesehen.

Durchlauchtigste Frau, gebt Urlaub mir.Mein Anblick bringt Schrecken und Grauen"Die Herzogin lacht: Ich fürchte mich nicht,Ich will dein Antlitz schauen.

Durchlauchtigste Frau, gebt Urlaub mir,Der Nacht und dem Tode gehör' ich"Die Herzogin lacht: Ich lasse dich nicht,

Dein Anlitz zu schauen begehr' ich.

Wohl sträubt sich der Mann mit flnsterm Wort,Das Weib nicht zähmen kunnt' er;

Sie riß zuletzt ihm mit GewaltDie MaSkc vom Antlitz herunter.

Das ist der Scharfrichter von Bergen! so schreitEntsetzt die Menge im SaaleUnd weichet schcusam die HerzoginStürzt fort zu ihrem Gemahle.

Der Herzog ist klug, er tilgte die SchmachDer Herzogin auf der Stelle.

Er zog sein blankes Schwert und sprach:

Knie vor mir nieder, Geselle!

Mit diesem Schwcrtschlag mach' ich dichJetzt ehrlich und ritterzünftig,

Und weil du ein Schelm, so nenne dichHerr Schelm von Bergen künftig.

So ward der Henker ein EdelmannUnd Ahnherr der Schelme von Bergen.Ein stolzes Geschlecht! es blühte am Rhein.Jetzt schläft es in steinernen Särgen.