„Mit ihr verglichen erscheint er nurEin weißes Mäuschen. Es mahnt die StaturAn Bimha, die Riesin, im Namajana,
Und an der Epheser große Diana.
„Wie sich die Gliedermassen wölbenZum schönsten Bau! Es tragen dieselbenAnmuthig und stolz zwei hohe MasterVon blendend weißem Alabaster.
„Das ist Gott Amors kolossaleDomkirche, der Liebe Kathedrale;Als Lampe brennt im TabernakelEin Herz, das ohne Falsch und Makel.
„Die Dichter jagen vergebens nach Bildern,Um ihre weiße Haut zu schildern;
Selbst Gautier ist dessen nicht capabel, —O diese Weiße ist lmplueubl« I
„Des Himalaya GipfelschnceErscheint aschgrau in ihrer Näh';Die Lilie, die ihre Hand erfaßt,Vergilbt durch Eifersucht oder Contrast.
„Gräfin Bianka ist der NameVon dieser großen weißen Dame;Sie wohnt zu Paris im Frankcnlaud,Und diese liebt der Elephant.
„Durch wunderbare Wahlverwandtschaft,Im Traume machte er ihre Bekanntschaft,Und träumend in sein Herze stahlSich dieses hohe Ideal.
„Sehnsucht verzehrt ihn seit jener Stund',Und er, der vormals so froh und gesund,Er ist ein vierfiißiger Werther geworden.Und träumt von einer Lotte im Norden.
„Geheimnißvolle Sympathie!
Er sah sie nie und denkt an sie.Er trampelt oft im Mondschein umherUnd seufzet: wenn ich ein VLglcin wär'!