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7,2 (1834) Po - R
Entstehung
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Röhr e.

Folge haben. Wie lange die verschiedenen Holzarten aus-dauern, darüber ist es schwer, genügende Erfahrungen aufzu-finden , und aufserdem hängt dieses sehr ab von der Dickeder Stämme, ihrer Gesundheit, dem Boden , worauf sie ge-wachsen , und der Zeit, wenn sie gehauen sind. Nachv. Gekstner dauern die Röhren aus Kieferstämmen zu Pragnur 6 Jahre, mir sind jedoch andere Erfahrungen bekannt,wonach sie in Gemäfsheit ihrer Güte und Stärke zwischen 3und 20 Jahren aushalten. Am vortheilhaftesten ist es daher, ge-sunde und möglichst starke Stämme von 8 bis 10 par. ZollDurchmesser, die aufserdem sehr harzig und vor dem Saft-triebe gehauen sind, zu wählen, weil diese durch ihre län-gere Dauer die Anlagskosten am besten wieder ersetzen. Beiden hölzernen Täucheln ereignet es sich zuweilen, dafs so-genannte Zöpfe darin wachsen, die sie bedeutend verengernoder gar gänzlich verstopfen. Nach den genauen Untersu-chungen des Garteninspectors Metzger in Heidelberg sind diesesblofs Wurzelfasern; die feinen Wurzeln verschiedener Ge-wächse, namentlich der Nesseln, selbst auch mehrerer Baum-und Straucharten, dringen nämlich durch feine Risse in denRöhren, ziehen sich nach der Richtung des fliefsenden Was-sers hin und wachsen zu beträchtlich dicken, besenartig ver-einten und bis 20 Fufs Länge erreichenden Zöpfen.

d) Tliönerne Wasserleitungen.

Wasserleitungen von gebrannten erdenen Täucheln sindsehr alt, denn man findet noch Reste der von den Römernangelegten. Letztere bestehn meistens aus länglichten vier-kantigen Prismen von 1 bis 1,5 F. Länge und 6 bis 10 ZollDurchmesser im Lichten, die blofs an einander gestofsen undvermuthlich mit wasserdichtem Mörtel eingemauert wurden;es giebt jedoch auch runde Röhren, wie namentlich solchenoch in Wiesbaden aus jener Zeit vorhanden seyn sollen 1 ; Aus

1 Nach den Nachrichten, welche Lsepold in Theat. mach, hy-drot. Leipz. 1774. fol. p. 72 fl. aus den alten Schriftstellern gesam-melt hat, waren tliönerne Röhren bei den Griechen und Römernsehr gebräuchlich. Sie waren meistens rund, 2 Fufs lang, hatteneine Starke von zwei Finger Dicke hei verschiedenem Durchmesser,wurden in einander gesteckt und die Fugen durch Kalk, welcher

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