Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
1419
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Praktische Bemerkungen.

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sogar notlnvendig scheint, noch einige praktische Bemerkun-gen über dieselben hinzuzufügen, wenn gleich gröfsere Anla-gen dieser Art die Mitwirkung eines erfahrenen Hydrotectenerfordern.

a) Eiserne Wasserleitungen.

Die gröfsten und wichtigsten Wasserleitungen bestehnaus gufseisernen Röhren, deren Länge etwa 4 bis 15 Fufs be-trägt und deren Weite der Menge des zu fördernden Was-sers angemessen ist. Ihre Zusammenfügung geschieht bei denkleinern vermittelst des Ineinandersteckens. Zu diesem Be-hufe haben die Röhren am einen Ende einen Kopf, welcherbei einer Länge von etwa 3 Zoll gerade so viel erweitert wor-den ist, dafs das andere Ende einer zweiten Röhre sich bequemhineinschieben läfst. Zum Verstopfen der hierbei bleibendenOeffhungen oder des Spielraums kann man in Unschlitt ge-tränktes Werg anwenden, meistens bedient man sich dazuaber eines fetten Kittes, welcher aus 70 ff Tech, 30 ff Zie-gelmehl, 20 ff Trafspulver und 8 ff Unschlitt besteht; stattdes Pechs allein können mit gröfserem Nutzen auch 40 ff Harzund 30 ff Schwefel genommen werden. Man läfst die schmelz-baren Substanzen in einem Kessel zergehn, indem man dasUnschlitt zuletzt hinzusetzt und alles durch Umrühren bei ge-linder Wärme zu einer gut gemischten Flüssigkeit vereinigtund dann erst das Pulver genau damit vermengt. Von dererstarrten und zerschlagenen Masse wird demnächst soviel ineinem geeigneten Gefäfse zerlassen, als der jederzeitige Ver-brauch erfordert. Diese Zusammenfügung ist jedoch die schlech-tere , weil organische Stoffe sich in der feuchten Erde und imWasser allmälig auflösen. Eine andere Ausfüllung der Zwi-schenräume geschieht dadurch, dafs man sie unten mit etwasin Unschlitt getränktem Werg verstopft und den obern Raummit Blei vollgiefst. Diese Methode, worüber mir noch keineErfahrungen bekannt sind, scheint mir nicht empfehlenswerth,da beide Metalle nothwendig galvanisch auf einander reagirenmüssen, wodurch die ohnehin nachtheilige Oxydirung des Ei-sens ausnehmend befördert wird. Die ganze Methode des In-einandersteckens hat aber endlich noch den Nachtheil, dafsein schadhaftes Rohr nicht herausgenommen und durch einneues ersetzt werden kann. Letzterem Uebel wird dadurch