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7,2 (1834) Po - R
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Luftpyrometer.

scheint aber nicht, dafs weder er selbst, noch irgend einer derzahlreichen Gelehrten , welche sich später mit Untersuchungenj i-ber das Ausmessen der Wärme beschäftigt haben, die Auf-gabe weiter verfolgten , mittelst der regelmäfsig fortfchreiten-den Ausdehnung der Luft die hohem Hitzegrade zu bestim-men. Ich finde nämlich blofs einen Vorschlag von J. G.Schmidt 1 zur Verfertigung eines Luftpyrometers aus einerhohlen Platinhugel mit einem langen, sein - engen Rohre. Dieeingeschlossene Luft soll vor dem Einbringen der Kugel inden Ofen zum Messen der Hitze durch Kali ausgetrocknetwerden, das enge Rohr aber mündet luftdicht in ein kleines,halb mit Wasser gefülltes Gefäfs, und indem dann die Luftin der erhitzten Kugel ausgedehnt wird und auf das Wasserdes Gefäfses drückt, erhebt sich dieses in einer engen einge-theilten Glasröhre und zeigt somit die Grade der Hitze. Guy-ton de Morveau 2 , dem diese Idee bekannt war, findet sie al-lerdings sinnreich, vermuthet jedoch wohl mit Recht, dafs derErfinder den Apparat niemals wirklich ausgeführt, ja selbstnicht einmal alle Schwierigkeiten vorausgesehn habe, die zuüberwinden wären , wenn die Platinkugel ihre Unschmelzbar-keit beibehalten und daher jede Löthung vermieden werdensollte. Die letztere Einwendung ist zwar wohl nicht völliggegründet, allein die Ausführung des Apparats ist dennoch mitSchwierigkeiten verbunden, deren Ueberwindung in der all-gemeinen Beschreibung gar nicht bestimmt angegeben wird.

Auf das nämliche Princip der Luftausdehnung ist ein ähn-liches Pyrometer gegründet, welches Mild 3 in Vorschlag ge-bracht hat. Dasselbe besteht aus einer hohlen Platinkugel Ap;von etwa 0,5 Z. im Durchmesser an einer Röhre B von dem-175.selben Metall und etwa 1 Lin. weit, deren Länge nicht an-gegeben ist und daher der Willkür anheim gestellt bleibt. Dasandere Ende dieser Röhre ist mittelst eines Ansatzes an dieLuftprobe befestigt, die aus einer heberförmig gebognen Glas-röhre CD mit etwas Quecksilber besteht, an deren oberemEnde sich eine Kugel D von gleichem Inhalte als dem der

1 Nicliolsons Journal. 1805.

2 Mem. de lInst. An. 1811. P. II. p. 104.

S Ann. de lIndust. nat. et etrang. N. 77. Daraus in Wiener Zeit-schrift Bd. II. S. 75.

VII. Bd. S s s