feinsten und genauesten Resultate geben , da die demselbenzum Grunde liegende Ausdehnung des Platins durch Wärmemit grofser Bestimmtheit aufgefunden ist. Allein wenn manauch diese keineswegs begründeten Voraussetzungen zugestehnwollte, so steht demselben dennoch die Ungewifsheit entge-gen, ob nicht die aus Thonmasse verfertigte Platte in derHitze eine Veränderung erleidet, die den richtigen Gang desApparats nothwendig aufheben müfste. Schwerlich würdeman diesem Fehler begegnen können , wenn man die letztereVeränderung auszumitteln und in Rechnung zu nehmen suchte,oder wenn man zu der Gewifsheit gelangte, dafs die Aus- idehnung oder Zusammenziehung der Thonmasse durch Flitzenach dem Erkalten unverändert bliebe. Leider sind alle dieseBedingungen in der Wirklichkeit nicht wohl zu erreichen,und hierin liegt ohne Zweifel der Grund, warum-dieses Py-rometer blofs von dem Erfinder praktisch angewandt wordenzu seyn scheint.
Im 'Wesentlichen ist dasselbe indefs das nämliche, dessensich Biiongniakt zum Ausmessen der Hitze in den Porzellan- :öfen zu Sfevres bediente und wovon Biot 1 blofs eine unge-fähre Beschreibung mittheilt; denn die messende Substanz warbei diesem gleichfalls eine Stange von Platin, welche durchihre Ausdehnung den kurzen Hebelarm einer langen Platin-nadel in Bewegung setzte, deren Spitze auf einem getheiltenBogenstücke die Gröfse der Verlängerung angab. Uie Trä-gerplatte des Instruments bestand bei diesem entweder aus ei-ner sehr unschmelzbaren Thonmasse, oder aus Graphit; es istmir jedoch nicht bekannt, ob und welche richtige Resultate ervermittelst desselben erhalten hat.
In den neuesten Zeiten hat sich vorzüglich J.F. Daniell 1 2mit der Construction der Pyrometer beschäftigt und als Mittelder Messung gleichfalls das Platin angewandt. Dasjenige Werk-zeug, dessen er sich hauptsächlich zu den zahlreichen vonihm. bekannt gemachten Messungen bediente, besteht aus ei-Fjg.nem ungefähr 24 Zoll langen Rohre abc von feuerfestem171. Thone und Graphit, welches bei a verschlossen, bei c ofiV i
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1 Pre'cis elem. de Pl^s. 3me ed. T. I. p.228. Traite I. 149.
2 Journal of Sciences cet. N. XXII. p. 509. Bibi. univ. XVIIF