Irunnen und die TF~(issersäulenmaschine , deren Beschreibungeigenen Artikeln Vorbehalten bleiben. Aufserdem gehören nochfolgende zu den bekanntesten und wichtigsten.
1. Die Schnecke oder die Wasserschraube des Archi-medes, deren Erfindung gewöhnlich diesem grofsen Geometerzugeschrieben wird , die jedoch schon früher von den Aegyptiernzur Nachhülfe bei den Nilschwellen gebraucht worden seyn soll.Diodorus Siculus 1 erzählt nämlich, sie sey von jenem aufseiner Reise nach Aegypten erfunden worden und seitdem dortin Anwendung gekommen, aber ViTiiuvnennt ihn nicht als Erfin-der und Perrault in seinem Commentar zu dieser Stelle be-merkt, dafs die Maschine zu dem angegebenen Zwecke, nämlichdie Wiesen nach den Ueberschwemmungen auszutrocknen, höchstwahrscheinlich schon früher gebraucht worden sey. Nach demübereinstimmenden Zeugnisse von Diodorus und Atiieuaeus 2 ,welcher erzählt, dafs auch die Schilfer von dieser Maschineunter dem Namen der archimedeischen Schnecke zum Fort-schafifen des Wassers aus den Schiffen Gebrauch zu machenpflegten, möchte es dennoch am geeignetsten seyn, ihn alsden Erfinder derselben anzusehn , indem ich die durch Per-rault erhobenen Zweifel dem Bestreben der damaligen fran-zösischen Gelehrten beizumessen geneigt bin, alle wichtigeErfindungen von den Aegyptiern abzuleiten.
Die PVasserschraube des Arciiimedes , wie sie gewöhn-lich als Modell in den physikalischen Cabinetten angetrolfenwird, besteht aus einem hölzernen oder blechernen CylinderAB CD, %velcher oben mit einer Kurbel, unten mit einemFigZapfen versehn ist, beide dazu bestimmt, den Cylinder um^®seine Axe zu drehn. Um denselben ist eine wenige Linieninneren Durchmesser haltende Glasröhre E schraubenförmig oe-wunden, so dafs sie sich mit dem Cylinder umdreht und, anbeiden Seiten offen, bei einer gegen den Horizont geneigtenLage des Cylinders mit dem unteren ins Wasser gesenktenEnde bei jeder Umdrehung Wasser schöpft, welches dann beifortgehender Drehung in ihr aufwärts gehoben wird, um amandern Ende auszufliefsen. In ihrer zum praktischen Gebrau-che bestimmten Gestalt, wie sie nach Barlöw hauptsächlich
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1 Bibliotheca Hist. L. I.
2 Deipnosoph. L. V.VII. Bd.