Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
949
Einzelbild herunterladen
 

949

Pumpe.

sich das eine nach oben sich öffnende Ventil. Auf diese Röhrewird eine andere AB CD gesetzt, welche jedoch auch selbstbei hölzernen Brunnenstöcken am besten so weit von Kupfergemacht wird , als das Spiel des Kolbens reicht. Letzterer J Kist gleichfalls mit einem nach oben sich öffnenden Ventileversehn und an der Stange L befestigt, die vermittelst desSchwengels auf- und abwärts gezogen wird. Das Spiel die-ser Maschine ist höchst einfach. Angenommen, das Wasserstehe im Rohre nur bis zur Höhe des Spiegels O P, so mufsdie in demselben befindliche Luft beim Heben des EmbolusJIv verdünnt werden, mithin gegen die Wasserfläche OP ei-nen geringem Druck ausüben, als die atmosphärische Luftgegen die Fläche des äufsern Wassers äufsert, weswegen dieinnere Wassersäule hierdurch in die Höhe gehoben wird. Dasuntere Ventil, in welcher Höhe es sich befindet, hat zwar dievon unten herauf drückende Luft durchgelassen, verstattet ihraber den Rückgang nicht, wenn man den Embolus wiederherabdrückt, wobei die zwischen beiden Ventilen befindlicheLuft durch das obere entweicht. Durch Wiederholung dieserOperation mufs also das Wasser stets höher steigen und zuletztdas obere Ventil erreichen, wenn dieses nicht höher über demuntern Wasserspiegel angebracht ist, als der ganze atmosphä-rische Luftdruck das Wasser zu heben vermag, denn im In-nern der Röhre kann auf keine Weise mehr als ein vollkom-menes Vacuum existiren, mithin die äufsere Wasserfläche nurdurch einen einzigen atmosphärischen Druck emporgetriebenwerden, was eine Höhe von 31,7 par. Fufs für 28 Z. Barome-terstand giebt 1 . Man wird jedoch allezeit beträchtlich unterdieser Höhe bleiben, weil der Barometerstand unter 28 Zollherabsinkt, das durch Aufsaugen gehobene Wasser Luft undDämpfe entwickelt und die Ventile wohl nie absolut dichtschliefsen, meistens einen schädlichen Raum zwischen sichlassen und das obere Ventil durch die zu sehr verdünnte Luftgar nicht mehr gehoben werden könnte. Auch bei einer sehrvollendeten Ausführung des Mechanismus wird man nicht wohlüber 28 par. Fufs hinausgehn dürfen 2 . Dafs man übrigens die

1 Vergl. Aerostatik. Bd. I. S. 265.

2 Nach F. J. v. Gerstkeh Handbuch d. Mechanik Bd. II. S. 121.beträgt die übliche Höhe 24österr. Fufs.

VII. Bd.

Ppp