Druckschrift 
7,2 (1834) Po - R
Entstehung
Seite
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Einfaches,

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aus Jen unvollkommen durchgelassenen, also durch eine Bre-chung bei R von den untern Gegenständen zum Auge gelan-genden Strahlen. Diese Erklärung scheint mir ungenügend, dadort, wie ich glaube, der Theorie nach keine rothen Strahleneindringen können und ich mich überdies auch durch Versucheüberzeugt habe, dafs ein unter R liegender rother Gegenstanddurchaus keinen verstärkenden Einflufs auf die Erscheinung hat.Was aber eine bessere Erklärung betrifft, so mufs ich zuerst bemer-ken, dafs der rothe Bogen durchaus nicht wesentlich zu derErscheinung gehört, sondern zuweilen ganz fehlt, weshalb mir dieFrage, ob hier wirklich objectiv ein Uebermafs rother Strahlenvon R ausgeht, oder ob diese Farbe blofs als subjective hervorgeht,gar nicht unangemessen scheint. Ich habe die Strahlen , w'elchein der Richtung RHO zum Auge kommen, mit Rücksicht aufihre Farbenzerstreuung bei H genau berechnet, linde aber kei-nen Grund, warum die rothen in irgend merklichem Ueber-mafse vorhanden seyn sollten. Denn obgleich der Strahl FI Osich aus den innerhalb des Glases getrennten Strahlen, einemrothen RFI, einem mehr gebrochenen violetten rH u> s. 'v.zusammensetzt, so könnte dqch in dem ungleichen Einfalls-winkel, in der ungleichen Absorption verschiedener Farben-strahlen im reinen Glase und in ähnlichen Ursachen kaum einGrund zum Vorherrschen der einen Farbe liegen. Sollte aberdie Farbe nicht eine subjective seyn können? — MehrereUmstände scheinen mir dieses anzudeuten. Man sieht den ro-then Bogen nicht, wenn man das Prisma ruhn läfst, und auchmit möglichst ruhendem Auge auf den flauen Bogen sieht, wo-gegen er fast immer erscheint, wenn man das Prisma so herwegt, dafs das Weifs des hellen Himmels in die Stelle jenesBlau tritt, oder der blaue Bogen gegen den nicht durch To-talreflexion erscheinenden Raum zurückgerückt wird, oderwenn man statt dessen das Auge auf eine entsprechende Weiseseine Richtung ändern läfst. Ferner, wenn man durch Dre-hung des Prisma’s den blauen Bogen so vor dem Auge vor-beiführt, dafs er in die Stelle des durch Totalreflexion sicht-baren Raums hinein vorrückt, so sieht man den rothen Bogennicht. Endlich bei einer ganz andern Erscheinung kann manauch einen rothen Bogen erhalten , den man wohl sicher alsnicht objectiv ansehn mufs, nämlich wenn man bei der ganzgewöhnlichen Brechung im Prisma die blaue Begrenzung eines