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Prisma.
durchgelassen , die violelten aber nach O relleclirt. Befindetsich linier dem Prisma in W ein weifser Körper, so sollte dasAuge O diesen gelb oder grünlich (als Mischung aller Farben,das Violett allein ausgeschlossen) sehn und nach eben derRichtung OV den gänzlich reflectirten violetten Strahl deshellen Himmels empfangen; in den meisten Fällen aber wirdW gegen das starke Licht des hellen Himmels zu wenig licht-voll seyn, daher sieht man blofs das mit dem gewöhnlich re-flectirten Strahle gemischte Violett des total reflectirten violettenStrahls und folglich eine violette Begrenzung des durch ge-wöhnliche Zuriickwerfung sichtbaren Himmels. Da der Win-kel, welchen Ob mit dem Einfallslothe macht, gröfser ist, alses für OV der Fall war, so werden in ihm nicht blofs dievioletten, sondern auch die blauen Strahlen zurückgeworfen,und da aus der Gegend W nur noch wenigere Farbenstrahlennach O gelangen, so stören diese den Eindruck, den das andas Violett grenzende Blau macht, fast gar nicht. EndlichinOR erlangt der Strahl eine solche Neigung, dafs alle Far-benstrahlen zurückgeworfen werden und daher hier das ausallen Farben zusammengesetzte Weifs in dem gänzlich zu-rückgeworfenen Strahle erscheint. So mufs also eine violette,blaue, hellblaue Begrenzung des gewöhnlich gespiegelten Bildeshervorgehn, da wo dieses lichtvoll genug ist, um mehr alsdie gebrochenen Strahlen auf das Auge zu wirken. Kämendagegen die Linien CD, AV, BR von einem vollkommen licht-losen, ganz dunkeln Gegenstände her, so sähe das Auge inder Richtung OD den Gegenstand E noch mit allen Farben-strahlen, der Gegenstand W sendet die violetten Strahlen nichtmehr zum Auge, sondern diese gehn höher hinaufwärts, alswir die Stellung O des Auges angenommen haben, und einweifser Gegenstand in W erscheint gelblichgrün ; dieses ist nochmehr der Fall mit dem Gegenstände , den das Auge O nach derRichtung Ob sieht, so dafs hier die Begrenzung der durchBrechung sichtbaren Gegenstände in Orange und Roth über-geht.
Hiermit ist die ganze Erscheinung erklärt bis auf den ingewissen Fällen den blauen Bogen noch aufserhalb umgeben-den höchst blassen rothen Bogen. Hehschel 1 erklärt diesen
1 Phil. Transact. 1809. p. 273.