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Prisma.
gungswinkel genau kennen; auch mufs das Frisma aus einetvollkommen gleichartigen Materie bestehn, damit nicht dieBrechung in einigen Theilen eine andre sey. Will man sichflüssiger Materien bei der Untersuchung über die Brechung be-dienen, so wendet man ebene Glasplatten mit genau paralle-len Oberflächen au, befestigt diese unter einem angemessenenWinkel an einander und füllt den so entstandenen prismati-schen Raum mit jener Flüssigkeit. Um das Glasprisma, des-sen man sich am meisten bedient, bequem zu gebrauchen, istes gut, es so auf einem Gestelle zu befestigen, dafs es umeine mit den Kanten genau parallele Axe sich drehen läfst.
Der eigentliche Gebrauch des Prisma’s ist erst durch New-ton’s Entdeckungen den Physikern klar geworden, indefs istdie Kenntnifs, dafs eckig geschliffene Gläser Farben zeigen,sehr alt 1 und Descartes machte schon vom Prisma Gebrauch,um Farbenerscheinungen darzustellen, die mit dem Regenbo-gen Aehnlichkeit hätten 2 . Newton’s Anwendung des Pris-ma’s ist in den Artikeln Brechbarkeit, Brechung, Farbe , an-gegeben.
Das einfache Prisma.
Fig. Wenn der brechende Winkel des Prisma’s, ABC=:«l°9-und J as Brechungsverhältnifs —/.i bekannt ist, so läfst sich derWinkel bestimmen, den der nach zwei Brechunoen hervor-
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gehende Strahl mit dem einfallenden Strahle macht. Es seyFD der einfallende Strahl, DG der gebrochene, jener machemit dem Einfallslothe den Winkel = cp , dieser den Winkel= q>, und ebenso sey wieder bei G cp" der Winkel, den derStrahl D G, cp'" der Winkel, den der hervorgehende StrahlGJ mit dem Einfallslothe macht; so erhellet aus den Regeln
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der Brechung leicht, dafs Sin. cp —/.i Sin. cp Sin. cp'" — — Sin. 9 "
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ist, und da im Dreiecke B D G die Winkel a , 90° — (f>\ 90° — <p"Vorkommen, so ist ct =: cp' -|- cp’. Diese drei Gleichungen rei-chen hin, sowohl cp’" zu berechnen, wenn cp gegeben ist, als
1 Seneca in quaest. natur. I. 7. Zahn oculus artilicialis. Norib.1702. p. 498.
2 Priestley Geschichte der Optik. S. 91.