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Polarisation des Lichts.
1. Wenn i der Polarisationswinkel ist, also i+i' = 90°, soverschwindet der letzte Theil der Formel, und da für a=0I = (Sin.(i— i')) 2 ist, so ist dieses die Intensität des in derTolarisations-Ebene zurückgeworfenen Lichts und 1=0 dieIntensität des Lichts in einer auf die Polarisations - Ebene senk-rechten Zurüclcwerfungs-Ebene. 2. Den Fall, wenn i sehrklein ist, haben wir schon oben betrachtet und
I= (r+f) I= (r+?)^ rf “" d -"
3. Könnte man nun das natürliche Licht als gemischt aus zweiArten polarisirten Lichts, nämlich in -(-45° und — 45° po-larisirt ansehn, so würde man die Intensität des refleclirtenLichts
/ Sin.(i— i') \ 2 , / Tang, (i — i') \ 2
^ VSin. (i-f-i')/ 2 \Tang. (i -)- l )/
erhalten. Nähme man das Licht als aus zwei Theilen , jeden= 4, bestehend und den einen in 0°, den andern in 90° po-larisirt an, so erhielte man dasselbe. Wenn man endlichdas Licht als aus zwei Theilen, jeden = 4, bestehend und deneinen in a, den andern in 90° — « polarisirt ansieht, so giebtdie Verbindung beider denselben Ausdruck für die Intensität desreflectirten Lichts, so dafs dieser als die wahre liestimmung desunter irgend einem Winkel reflectirten natürlichen, aus allenArten polarisirten Lichts gemischten, Lichts angesehn werdenkann.
44. Hieran läfst sich die Beantwortung der Frage knüpfen,wie sich bei mehreren Reflexionen ein Lichtstrahl aus allen Ar-ten polarisirten Lichts gemischt verhalten wird. Ich will beidem einen Falle stehn bleiben, in welchem, wie es bei Büew-steh’s neueren Versuchen statt fand, ein unter 61° 3' einfal-lender Lichtstrahl nach zwei Reflexionen als ganz polarisirt er-schien. Das hier gebrauchte Glas gab 56° 45' als Polarisations-winkel, i = 61° 3' giebt daher i' = 35°0',5. Nimmt mannun den unpolarisirten Lichtstrahl so an, als ob er halb in -f- 45°halb in — 45° polarisirt wäre , so ist der einmal reflectirte Strahlin + 6° 42', der zweimal reflectirte in + 0° 47' polarisirt. Dieganze Intensität des einmal reflectirten Strahls ist =0,09S801S,des zweimal reflectirten Strahls =0,0189993, und wenn dieserdurch einen Doppelspath geht, dessen Hauptschnitt in der Re-flexions - Ebene liegt, so ist sein nicht in der Reflexions-Ebene