Druckschrift 
2 (1861)
Entstehung
Seite
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heinmisse aufgeschlossen, aber ich glaube erst iuIhren Liedern den reinen Klang und die wahreEinfachheit, wonach ich immer strebte, gesundenzu haben. Wie rein, wie klar sind Ihre Liederund sämmtlich sind es Volkslieder. In meinenGedichten hingegen ist nur die Form einiger-maßen volksthümlich, der Inhalt gehört der con-ventionellen Gesellschaft. Ja, ich bin großgenug, es sogar bestimmt zu wiederholen, undSie werden es mal öffentlich ausgesprochen finden,daß mir durch die Lektüre Ihrer 77 Gedichtezuerst klar geworden, wie man aus den alten,vorhandenen Volksliedformen neue Formen bilden

samsten Durchsicht desselben und lud ihn zu sich ein, ummit ihm gemeinschaftlich dieselbe Vers um Vers durchzu-gehen. Ich erinnere mich, daß er jede Stelle, wobei eretwas zu bemerken gefunden hatte in irgend einer Hin-sicht, mit Bleistift im Manuscript vermerkt hatte. UndHeine unternahm darnach auch die Correctnr, und seilteimmerfort, trotzdem man seinem kleinsten Liede diefleißigste Feile nicht ansieht, die er an jedes legte. Erstdurch diese kritische Feile gab er seinen Poesien den ÄußernSchmelz und fesselnden Farbenschmuck. l?. S,

Heine'S Briese. II. 4