Druckschrift 
6,3 (1837) Me - My
Entstehung
Seite
2487
Einzelbild herunterladen
 

2487

Multiplicator.

übrigen und ist auf ein ähnliches Princip gegründet, als wor-auf das Elektrometer von Behrens und Bohnenbekger be-ruht. Ein Metalldraht, durch welchen der elektrische Stromströmt, ertheilt dem weichen Eisen einen starkem Mae’netis-

' O

mus, als er selbst hat. Ist gleich dieser Satz wohl noch nichtganz eigentlich erwiesen, so unterliegt es doch keinem Zwei-fel, dafs man durch Vervielfältigung der Windungen zu demgewünschten Resultate gelangen könne. Eliernach windet Ha-chette den Leitungsdraht des elektrischen Stromes um einenhufeisenförmigen Draht von weichem Eisen und läfst dieSchenkel des letzteren auf eine Magnetnadel wirken. Pog-gendoree bemerkt mit Recht, dafs eine einfache, auf einerSpitze balancirte Nadel keine so grofse Feinheit geben kön-ne, als eine Doppelnadel am Seidenfaden, und hiernach läfstsich wohl nicht bezweifeln, dafs sich auf dem vorgeschlage-nen Wege der höchste Grad von Empfindlichkeit erreichenliefse, wenn man diese beiden Hülfsmittel anwenden könnte,ohne dabei durch den Einflufs der Anziehung, welchen dieSchenkel des hufeisenförmigen Drahtes auf die Spitzen derMagnetnadeln ausiiben, gehindert zu werden.

Der Multiplicator von Demoneerrand, welchen v. Goe-the 1 erwähnt, zeichnet sich durch nichts bemerkenswerthesaus; sofern aber hier auch von Galvanometern als Mefswerk-zeugen der Stärke der galvanischen Elektricität die Rede ist,mufs das Volta-Elektrometer wenigstens genannt werden, umso mehr, da der berühmte Faradan 2 ihm diesen Namen ge-geben hat. Es werden damit alle diejenigen Apparate be-zeichnet, vermittelst deren man die Stärke des elektrischenStromes aus der Menge des in einer gegebenen Zeit zerlegtenWassers bestimmt.

Noch verdient hier eine Verbesserung der Multiplicatorenerwähnt zu werden, die sich bei den von Bertling zuBerlin für die Melloni’schen thermoelektrischen Säulen verfer-tigten, bei dem später zu beschreibenden Multiplicator vonNervander und bei einigen andern angebracht findet. Dadie eigentlich astatischen Nadeln nicht leicht einen festen Stand

1 Zur Naturwissenschaft. Heft II. S. 214.

2 Dessen Abhandl. §. 565. u. 704. Poggendorff Ann. XXXI11.150. 316.