EINLEITUNG.
Nur weniger erklärender Worte bedarf das Register, da es im Großen und Ganzen denRegeln folgt, die für Arbeiten dieser Art in Geltung sind.
Die Trennung in ein Personen- und Ortsregister erwies sich als untkunlicli, schon deshalb,weil es sich häufig nicht unterscheiden ließ, ob ein Zuname als Familien- oder als Ortsnameanzusehen sei.
Streng alphabetisch ist die Anordnung. Im Anlaut hätte es sich der Ersparung an Raumwegen empfohlen, auch B und P, D und T, F und V zu vereinigen. Doch habe ich mit Rücksichtdarauf, daß dadurch diese Buchstabenabtheilungen zu umfänglich und die Uebersicht zu schwierigwurde, von der Vereinigung abgesehen. Nur C und Iv und I und J sind zusammengelegt worden, weilgerade hier der Wechsel am häufigsten hervortritt. Im Inlaut ist y immer auch als i angesehenworden, während c und k auseinander gehalten worden sind. Die Vocalverbindungen ae, oe, uehabe ich, wo sie den Umlaut bedeuten, gleich ä, 6, ü, \v und ä, ö, ü, immer zu a, o, u gestellt, wosie dagegen getrennt zu sprechen sind, nach der Folge des Alphabets eingereiht.
Die Personen sind nach dem Familiennamen, unter diesem nach demVornamcn, bei gleichemVornamen nach dem Geburtsort alphabetisch angeführt worden. Erscheint, wie dies in den Facul-tätsmatrikeln bei vielgenannten Professoren häufig geschieht, nur der Familienname mit doctoroder magister, so finden sich diese akademischen Grade mit dem Verweise auf den Vornamen un-mittelbar hinter der Angabe des Familiennamens.
Erhebliche Schwierigkeiten hat die außerordentlich verschiedene Schreibweise gemacht,in der die Familiennamen auftreten. Sämmtliche Varianten aufzunehmen, erschien unnöthig. Auchhabe ich es nicht als meine Aufgabe betrachten können, festzustellen, wie sich eine Familie im 15. und16. Jahrhundert überwiegend schrieb, oder wie sie sich heute schreibt. Diese Aufgabe fällt der Bio-graphie und der Familien- und Lokalforschung zu. Wo ich mich unter verschiedenen Schreibweisendesselben Namens für eine zu entscheiden hatte, unter der die Einreihung in das alphabetische Ver-zeichniß stattfinden sollte, habe ich daher in der Regel auf eine Untersuchung über die vermut Ir-lich am häufigsten vorkommende Schreibweise verzichtet und mich an den Text meiner Ausgabe derRectoratsmatrikel gehalten. Ucber die handschriftliche Grundlage dieses Textes berichtet dieEinleitung zu Bd. I, S. LXXI ausführlich. Hier will ich nur das Nothwendigste daraus wiederholen,um die für die Anlage des Registers maßgebend gewesenen Grundsätze zu rechtfertigen. Danachbin ich, wo zwei Handschriften vorhanden waren, die verschiedenen Zeiten angehörten, der älteren,
COD. DIPL. SAX. II. IS. 1)