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6,2 (1836) Ma
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1484
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Mathem a tik.

Noch ein Vorwurf mag hier erwähnt werden, den manden mathematischen Physikern gemacht hat, nämlich dafs siemit zu viel Vorliebe mathematische Formeln auch da anbrin-gen , wo man mit leichterer Rechnung ausreicht. Dieser Vor-wurf trifft nicht eigentlich diejenigen, welche zum Zwecke ei-ner weitern Ausbildung der Naturlehre sich solcher Formelnbedienen, sondern die, welche Lehrbücher oder Bücher, diezur Verbreitung der Wissenschaft bestimmt sind, schreiben.In dieser Beziehung bietet jener Vorwurf zwei ganz entge-gengesetzte Betrachtungen dar. Von der einen Seite ist es inder That sehr zu empfehlen , dafs man die Lernenden ge-wöhne , den Gegenstand selbst immer streng im Auge zu be-halten, und das geschieht oft besser bei Anwendung elemen-tarer Methoden; von der andern Seite aber bietet die höhereAnalysis auch wieder so unschätzbare Erleichterungen dar,dafs man Unrecht thun würde, wenn man dem Lernendennicht sobald als möglich dieses so wichtige Werkzeug in diePland gäbe. Eine geschickte Verbindung beider Methodenmöchte daher wohl am meisten zu empfehlen seyn , damit derSchüler weder bei seiner Fertigkeit im Rechnen und bei ge-schickter Anwendung bequemer Rechnungsmethoden sich ge-wöhne, im Rechnen den Gegenstand der Untersuchung zuvergessen, noch aus Mangel an Kenntnissen sich unnöthig ab-mühe, welches gewöhnlich denen begegnet, denen es an ma-thematischen Kenntnissen fehlt.

Ueber den Nutzen der Mathematik für die Ausbildungdes Verstandes ist es wohl Überflüssig, hier etwas zu sagen,da diejenigen, welche sich mit der Naturlehre beschäftigen,gewifs von diesem Nutzen überzeugt sind. Die Genauigkeit,mit welcher man bei dem Unterrichte in der Mathematik an-geleitet wird, nichts, was noch ungewifs oder unbekannt ist,als gewifs und bekannt voranszusetzen, die strenge Gonsequenzin den Schlüssen u. s. w. mufs bei richtiger Lehrmethode aufden Schüler einen sehr wohlthätigen Einflufs haben. Dieseswürde auch wohl allgemeiner anerkannt werden , wenn nickttheils die Beschränktheit mancher Philologen, die in derGrammatik der alten Sprachen , ja in einer Wortklauberei ihrAlles finden, auf manche Schule allzu unbedingten Einflufshätte, theils aber auch Ungeschicklichkeit im mathematischen