Druckschrift 
6,2 (1836) Ma
Entstehung
Seite
1465
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zeugten Substanzen in den Nahrungsmitteln der Pflanzen undThiere, namentlich auch in der Luft, zwar in geringer, aberdoch in genügender Menge vorhanden sind , um die wahrge-nommenen Erscheinungen daraus zu erklären. Sobald aber ir-gend ein einfacher Stoff da zum Vorschein kommt, wo ernicht unter den gegebenen schon vorhanden war, so würdedieses zu dem Schlüsse berechtigen , dafs er als eine Verbin-dung aus bereits vorhandenen Elementen oder als ein TheiLeines der vorhandenen , mit Unrecht als einfach betrachtetenKörper zu halten sey, eine Verwandlung einfacher Stoffe inandere schliefst aber einen innern Widersprueh in sich undist daher aus dem Gebiete der Naturlehre gänzlich zu ver-bannen. Wenn daher Männer von bedeutendem Rufe einEntstehen sogenannter einfacher Stoffe durch die Wirknno desvegetabilischen und animalischen Lebensprocesses beobachtetzu haben glaubten, so setzten sie dabei voraus, dafs entwederdiese oder andere der vorhandenen nicht einfach seyn könn-ten; denn wären z. B. die Metalle, und namentlich das Gold,nicht einfach, so wäre auch eine Erzeugung derselben durchZusammensetzung oder Trennung nicht unmöglich 1 .

31) Die Elemente der Materie, die Atome, sind zu Kör-pern vereinigt oder es sind gewisse Mengen derselben in be-stimmte Grenzen eingeschlossen. Bei diesen kann zuvörderstdie Form derselben hier ganz übergangen werden, weil diesein das Gebiet der Mathematik gehört; ferner kann hier vonder verschiedenen Qualität der verbundenen einfachen oderzusammengesetzten Stoffe gleichfalls die Rede nicht seyn, in-dem diese Untersuchung vielmehr in das Gebiet der Chemiezu verweisen ist, und es kommt daher hier nur die Art unddie Ursache des Zusammenhanges dieser zu Körpern vereintenMaterie in Betrachtung, worauf dann die verschiedenen soge-nannten relativen Eigenschaften der Materie oder eigentlicherder Körper beruhn. In dieser Beziehung wird hauptsächlich

1 Die strengen Anhänger der dynamischen Theorie müssen eineferwandlung der verschiedenen Stoffe annehmen, sofern diese insge-sammt ursprünglich ans zwei Kräften bestehn. Lesue Ann. of Phil.XIV. p. 10. dreht den Satz um und folgert aus der Venvandlungder einen Materie in eine andere die Richtigkeit der Theorie vonBoscovich.