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Materie.
von Gewicht seyn, oder ihr ungleiches Gewicht ist eine noth-wendige Folge ihrer ungleichen Gröfse. Bei der Untersu-chung dieser Frage mufs in voraus erinnert werden , dafs dieatomistische Naturphilosophie sich nicht erlaubt, über das We-sen und die Qualitäten der Atome, deren eigentliche Beschaf-fenheit ganz auTser dem Gebiete der Erfahrung liegt, im min-desten zu entscheiden, sondern dafs sie blofs das factisch Ge-gebene hypothetisch zu erklären und unter allgemeine Gesetzezu bringen strebt. Ans diesem Gesichtspuncte die Sache be-trachtet giebt es allerdings Gründe , welche für die letztereMeinung entscheiden, die auch im Ganzen nichts weniger alsunnatürlich ist, obgleich es auf den ersten Blick auffallendscheinen mag, eigentliche Atome von ungleicher Gröfse vor-zustellen ; denn auch die gröfsten Atome sind so verschwin-dend klein, wie die bald zu erwähnenden Versuche von Ro-bert Brown zeigen, dafs keine Vorstellung sie zu erfassenvermag. Für die Annahme einer ungleichen Gröfse der ver-schiedenen Atome zeugt die vorzügliche Leichtigkeit und Fein-heit des Wasserstoffgases (Wasserstoff und Wärme), in gewis-ser Beziehung die Durchsichtigkeit derjenigen Körper, welcheaus den leichtesten Atomgewichten bestehn , indem das Atom-gewicht des Kohlenstoffs = 6, des Silicium = 7,4, des Alu-mium = 9 ist, wogegen die leichtesten unter den eigentli-chen Metallen, nämlich die des Mangan und Chrom, =28sind. Insbesondere aber gehört hierher die höchst interessanteErfahrung von Döbereiner 1 , weicherfand, dafs Wasserstoff-gas über Quecksilber gesperrt durch einen feinen Rifs derCampane entwich, welcher sonst keine Gasart durchliefs, unddafs Weingeist nicht in die höchst feine Oelfnung eines Röhr-chens eindrang, aus welcher die erwärmte Luft strömte. Esliefse sich gegen die hiernach in einem sehr hohen Gradewahrscheinliche Annahme einer ungleichen Gröfse der Atomedie durch Newton begründete Wahrheit anführen, dafs alleMaterie gleich schwer ist 1 2 , allein mir scheint ein solcher Ein-wurf blofs unter der Voraussetzung statthaft, dafs die Atomealler Materien in allen übrigen Stücken einander gleich und
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1 Die neuesten nnd wichtigsten physikalisch-chemischen Ent-deckungen. Jena 1823. 4. S. 15.
2 Yergl, Schwere.
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