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die Hexerei erliefs, Maximilian I. im Jahre I486 diese inseinen und des Reichs Schutz nahm und diesemnacli überallKetzergerichte einsetzte, so dafs allein im Trier’schen in we-nigen Jahren 6500 Menschen, worunter auch Geistliche, Mön-che und Nonnen waren, lebendig verbrannt wurden 1 .
Um eben diese Zeit fing man an , die Natur und ihre Ge-setze mehr zu beachten, wodurch manche, vorher als wun-derbar betrachtete Erscheinungen aus Naturkräften erklärt, mit-unter auch künstlich dargestellt wurden. Insofern die hierbeiwirksamen Naturkräfte unbekannt waren, mufsten die erzeim-ten Wirkungen zauberisch erscheinen, und erhielten somit denNamen der Magie, jedoch der natürlichen, im Gegensätze derübernatürlichen, die sich der Mitwirkung höherer Geister be-diente. Waren letztere gute, also mit Gott verbundene Gei-ster, so hiefs die Kunst Theurgie oder weifse Magie (Magieblanche ), waren es dagegen böse Geister (Teufel), so nannteman sie die schwarze Kunst, Das Studium der Naturwar mit Ausnahme einiger Astrologie in den frühesten Zeitengar nicht vorhanden und würde unfehlbar den Verdacht derZauberei herbeigeführt haben, wogegen sich auch die spätemGelehrten vertheidigen mufsten, als vom J3ten Jahrhundertean die Schriften des Aristoteles, aus dem Arabischen über-setzt und aus Elandschriften von Constantinopel in Italien ein-gefiihrt, allgemeiner verbreitet wurden und die ersten Keimeder Naturforschung hervortrieben. Weniger verdächtig wurdeMichael Scotus und sein Landsmann Aelfhed um die Mittedes 13ten Jahrhunderts 2 , als der für seine Zeit übermäfsiü «e-
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lehrte Albertus Magnus (starb 1280), welcher den Ruf derZauberei weniger vermieden oder sogar fast gesucht zu habenscheint 3 . Nicht gleiches Aufsehn erregte Thomas Cantipra-tensis , dessen aus den alten Schriftstellern gesammelte Leh-
1 Ausführlich findet man die Geschichte der allmiiligen Verbrei-tung des Glaubens an Magie und Zauberkunst in J. S. Halle MagieTh. I. Einleit.
2 Ersterer schrieb unter andern de Secretis naturae , letztererErläuterungen zu Aristoteles Pflanzenlehre und über die Bewegungendes Herzens. S. Wachlf.k Lehrbuch d. Literärgesch. Leipz. 1830.S. 293.
3 Opera stud. et. lab. P. Jainmy. Lj'on 1651.
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