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2 (1844)
Entstehung
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211
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Andere die Theorie und Praxis der mathem. Geogr. etc. 211

welche Beobachtungen nur mit einem kleinen, tragbaren Passa-geninstrument von Itepsoid (ohne alle Theilung) angesteüt sind.

Zu Anfänge des Jahres 1834 wurde auch Besscfs aus-gezeichnete analytische Abhandlung: „Betrachtungen über dieMethode der Vervielfältigung der Beobachtungen“ bekannt ’J.So häufige Anwendungen nämlich das, von Bor da in die astro-nomische Praxis eingefiihrte, Prinoip der Vervielfältigung derBeobachtungen auch gefunden hat, so ist dennoch die nähereAngabe des durch dieses Princip zu erlangenden Vortheils nichterörtert worden, auch ununtersucht geblieben, auf welche Weisedie nach dieser Methode angestellten Observationen, sobald siedas wahrscheinlichste Resultat geben sollen, zu combiniren sind.Selbst nach dem Gewicht eines solchen Resultats ist bisher niegefragt worden. Diese allerdings wesentlichen Lücken -) hatnun Bessel in seiner Abhandlung ausgcfüllt, in welcher erzur Vermeidung unnüthiger Weitläufigkeit zwar blos von derMessung eines Winkels (x) zwischen zwei festen Punkten Aund B spricht, dabei aber zugleich bemerkt, dass es keineSchwierigkeiten mache, das diesem Falle Angemessene auchauf jeden andern zu übertragen.

Za Anfänge des dritten Decennium erhielt die praktischeGeodäsie durch Gauss ein sehr werthvolles und höchst brauch-bares Geschenk. Längst hatte inan bei Bildung grosser Drei-ecke mit den Schwierigkeiten, sich zweckmässige Zielpunktezu verschaffen, sehr zu kämpfen gehabt. Hohe Kirchthiirmefinden sich nicht immer, und die vorhandenen eignen sich nurselten zur Aufstellung der Instrumente. Besonders gebauteSignaltliürme und die Messungen bei Nacht mit Hilfe Argan-discher Lampen sind manchen Unbequemlichkeiten unterworfen.Deshalb dachte Gauss auf ein neues Hilfsmittel. Ihn hatteeine auf photometrische Gründe basirtc Untersuchung schon

1. Aslron. Nadir. No. 256. S. 269 lis 290.

2. Bessel sagt am Eingänge seiner Abhandlung: „Man muss inder Tliat wünschen,.auch aus Beobachtungen dieser Art das wahrschein-lichste Resultat ziehen zu können; auch wird der Voi'theil, welcher ineinem besondern Falle von der Anwendung des Princips der Verviel-fältigungen zu erwarten ist, nur dann richtig gewürdigt werden können,wenn vorher genau erkannt ist, was dadurch geleistet wird.“

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