Gradmessungen.
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Wenn Gradmessungen auf verschiedenen Parallel kreisen ganzgenau angeslellt werden konnten, so müssten sich auch ausdiesen Messungen Grösse und Gestalt der Erde bestimmen las-sen’). Lainbton’s und liurrow’s Versuche der Art seide-nen nicht viel Genauigkeit zu gewähren, weshalb später mehrereAstronomen und Geometer, z. B. v. Zach 1804, andere (ge-meinschaftliche) Messungen unternahmen. Brousseaud (fran-zösischer Obrist) hat eine geodätische Operation im Parallelvon 45°45'12" zwischen dem Meridiane von Marennes (beiRoyan) und Genf ausgeführt; Nicollet und Pictet hattenfür diesen Theil des Ganzen die Längenbestimmungen besorgt.An diese Vermessung schloss sich dann der durch Planaund Carlini in Italien bis Padua bestimmte Bogen. Der ersteans vier Thcilcn bestehende, 565052|- Meter lange, Bogen giebtdie Grösse eines Längengrades — 77867^ Meter, also, mildemMeridianbogen zwischen Greenwich und Eormentera verglichen,
die Abplattung - ^ - , dagegen -sobald der gemessene
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Bogen bis Mailand verlängert wird. Wird er aber mit deritalienischen Messung Plana’s und Carlini’s in Verbindunggebracht, und bis Padua ausgedehnt, so erhält man 77847 Me-ter als die Länge des mittlern Längengrades und als Ab-plattung. Hieraus folgt als eine Merkwürdigkeit, dass die Ab-plattung ungleich grösser erscheint, als man sie aus den meistenbisherigen Gradmessungen hergeleitet hat. Was nun aber dieDifferenz der Resultate insbesondere betrifft, welche bei so sorg-fältigen Operationen demungeaclilet zwischen die Grenzen —^—
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und fällt, so sieht man leicht ein, dass diese Differenz
nicht sehr geeignet ist, das Vertrauen auf diese Art von Be-stimmungen der Abplattung 1 2 ) durch einzelne, auf der Oberflächedes Erdsphäroids gemessene, Bogen zu befestigen. Hinsichtlichder Bestimmung der Axen desjenigen elliptischen Rotationssphä-
1. Conti, d. T. 1827 p. 230. (von Puissant.)
2. Man vergleiche Puissant’s Aufsatz im Nouveau Bullet, des
Sciences. 1825. Novembre. p. 161. .
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