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Ch rono m e t r is che Längenbest im m unge //,
Weit beschränkter als auf dem festen Lande sind oll'enbardie Mittel, Längenbestimmungen auf dem Meere zu erhalten.Spiegelsextanten, Redexionskreise und Chronometer sind wohldie einzigen Instrumente, die hier gebraucht werden können,Sonnenhöhen und Monddistanzen aber die einzigen mit ihnenanzustellenden Beobachtungen.
Bis in die Mitte des zweiten Dccennium unsers Jahrhun-derts wurde die Methode der chronometrischen Längenbestim-mungen auf der See, weder hinsichtlich der Chronometer selbst,noch in Bezug auf die Berechnungen, wesentlich vervollkommnet.Berthoud lieferte zwar einige gute Timekeeper, doch konn-ten dieselben den altern englischen von Emery, Earnshaweund Arnold wohl nicht ganz an die Seite gesetzt werden.
Erst in neuerer Zeit haben die dänischen Künstler Kes-sels und Jürgensen 4 ) in der Chronometrie eine ruhmvolleEpoche begründet. Was ihre Meisterwerke bis jetzt geleistethaben, davon kann man sich in den Astron. Nachrichten anvielen Stellen zur Genüge überzeugen. Daselbst trifft manmanche Register des mehrjährigen Ganges von Chronometernder genannten Künstler, so wie Breguet’s an 1 2 ).
Was englische Chronometer in Bezug auf Längendilferenz-Bestimmungen leisten können, kann man aus den nachGauss’iiBerechnungsvveise, von der bald die Rede sein wird, vonClausen gefundenen (in der Beilage zu No. 174 der Aslron.'Saehr. enthaltenen) Resultaten ersehen.
Im Jahre 1824 liess die englische Admiralität ein Dampf-schiff ausrüsten und mit 28 Chronometern versehen, umdie Längenverbindung der dänischen und englischen Dreieckezu machen und einige Landungsplätze zu bestimmen 3 ). Die
1. Preise von dessen Chronometern sind angegeben in No. 371S. 173 der Astron. Nachrichten.
2. So z. B. von einein Jiirgensen’schen Timekeeper auf einerReise nach Grönland 1823 und 1S24 in No. 107 (S. 173) der Astron.Nachr.\ man s. auch in derselben Zeitschrift No. 238 Beilage.
3. Astron. Nadir. No. 110 u. 111.