112 Astronomische Gegenstände vermischten Inhalts.
andere analytische Methode für die Berechnung der Finsternisse,welche damals einfach und elegant genannt wurde. Als v. Z achdie Sonnentinsterniss vom 51. Jan. 1813 auf eine neue Art be-obachtet hatte, machte er diese Beobachtungsart im XXVIH. Bande(S. 151.) der Monall. Corr. bekannt. Auf demselben Wege,den Olbers betreten, behandelte zu jener Zeit v. Littrowdie Theorie der Parallaxen, indem er die scharfen Ausdrückefür alle verschiedenen Ebenen gab, auf welche man die Himmels-körper gewöhnlich zu beziehen pflegt. Eine andere sinnreicheMethode, die Berücksichtigung der Parallaxe zu umgehen, wenndie Distanz eines Gestirns von der Erde unbekannt ist, hat be-kanntlich Gau ss in seiner Theoria motus corp. coel. entwickelt,ln den Jahren 1811 bis 1815 geschah jedoch nichts wesentlichNeues. D ela mb re lieferte einige erläuternde Bemerkungen zuOlbers Parallaxcnfonneln, und Henry gab in einem grossenMemoire „Determination des distances angulaires itraies et ap-parenles des cerdres de deux astres soumis ä Pinfluence desparallaxes cc eine neue Darstellung der bekannten Formeln vonLagrange durch trigonometrische Methoden. Zu dieserKlas.sevon Untersuchungen muss auch die Abhandlung von JamesDean über die scheinbaren Bewegungen der Erde, vom Mondeaus gesehen, gezählt werden. Schon Kepler und Gregoryhaben den Gegenstand untersucht, und letzterer diesen Erschei-nungen in seinen „Elemenlis astronomiae,‘ c ein eigenes Kapitel„Praecipua lelluris phaenomena, oculo in luna collocato, Visadescribere“ ge widmet. Zu dem Aufsatze von Dean schriebder amerikanische Mathematiker Bowditch einen analytischenCommentar, wo er die scheinbaren Bewegungen der Erde durchdie Schwingungen eines an zwei Punkten aufgehangenen Pen-dels, das nach gegebenen Richtungen osciilirt, darzustellenversuchte. — Einen Beitrag zur Theorie der orthographischenProjectionen von Sonnenfinsternissen und Sternbedeckungen hatteSchmidt, Dolmetscher der neugriechischen Sprache in Leip-zig, geliefert.
Der bereits vor 1801 gemachte Vorschlag v. Z a c h’s, dieBerechnung der Sternbedeckungen auch auf Sterne unter fünf-ter Grösse nuszudehnen, ward endlich in diesem Jahrhundertdurch Bessel ausgeführt. Dieser entwarf nämlich die erste