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Geographische Längen- und Breiten-bes tim rn un gen.
Wir kommen nun zu der historischen Darstellung verschie-dener anderer, eben so wichtiger astronomischer Arbeiten. —Für die mathematische Geographie wurde seit dem Anfänge desJahres 1801 bis auf die neueste Zeit ungemein viel gethan.
Zuerst müssen wir der Theorie und Beobachtung Behufsastronomischer Ortsbestimmungen gedenken. Dieses Feld hatvorzüglich fortwährend lleissige Bearbeitung und grosse Aus-bildung erhalten. Der Spiegelsextant, dessen ausgebreitctcreAnwendung man den Empfehlungen v. Zach’s verdankt, hat derGeographie, besonders der von Deutschland eine andere Gestaltgegeben.
Im Jahre 1806 gab Benzenberg in Folge der von ihmnusgeführten Bcrg’schen Landesvermessung eine Beantwortungder Frage: Wie genau kann man mit Spiegelsextanten Winkelmessen 1 )? Sechs Jahre später theilte Benzenberg auchgute, auf Erfahrungen gegründete, Verhaltungsregeln mit.Zwar vermag der Spiegelsextant keine Genauigkeit bis auf we-nige Secunden zu geben, dennoch wird und muss er noch lange,wegen Leichtigkeit des Transportes und der Beobachtung, demreisenden Astronomen das geeignetste Instrument bleiben. Nurwo die höchstmöglichste Genauigkeit erheischt wird, muss manfreilich die Kreise anwenden. Es hat gegeben und es giebtnoch viele Astronomen und Dilettanten der Sternkunde, welchesich um geographische Ortsbestimmungen sehr verdient ge-macht haben. Die erfreuliche Folge davon ist die, dass es jetztfast keinen Theii von Europa mehr giebt, dessen Lage nichtabermals mittels astronomischer Observationen neu bestimmt oderberichtigt worden wäre. Behrnaucr, S e y f f e r t, Aster undArzberger machten Beobachtungen Behufs der Ortsbestim-mungen in Sachsen, Bürg, Fallon, Pasquich in Oestreich,v. Wisniewsky, Goldbach in Russland, [larding in Nie-dersachsen, P i s t or in Preusscn, Ha rt in an n am Rhein, Tries-
1. Aslrou. Juhrb. /. 1809 S. 223 ii. f.