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2 (1844)
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Die Schiefe der Ekliptik.

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schiedenheit habe, war also noch immer, wenigstens nicht mitvölliger Bestimmtheit, entschieden. Jedoch g'ab v. Zach dieHoffnung, den Grund der beobachteten scheinbaren Verschieden-heiten mit der Zeit evident darzulegen.

Den oben erwähnten vortrefflichen Besscl’schen Refra-ctionstafelu verdanken wir noch die Entscheidung eines andernstreitigen Punktes, welcher die Astronomen lange in peinlicherUngewissheit liess. Bradley, Maskelync, Piazzi und bei-nahe alle grosse Beobachter der letzten Zeiten haben die Schiefeder Ekliptik aus der Beobachtung der beiden Solstitien des Som-mers und des Winters beinahe immer und in demselben Sinneverschieden gefunden; die Differenz ging bis auf 8 Secundenund war daher viel zu gross, um bei so sorgfältig und mitso guten Instrumenten angestellten Beobachtungen den Fehlerndieser Beobachtungen zugeschrieben zu werden. Die Erscheinungwiederholte sich so oft, dass man sich endlich zu der Ansichthinneigte, dass die Winter- und Sommerschiefe in der Thatverschieden sei und dass also die Erdbahn in zwei gegenein-ander geneigten Ebenen liege. So sonderbar diese Verrauthungauch sein mochte, so fand sie doch alhnälig Eingang, da mansich jene Verschiedenheit nicht anders erklären und doch auchan der Existenz derselben nicht weiter zweifeln konnte. Sovielbekannt ist, suchte Bürg zuerst die Ursache jener Differenz inder liefraction, besonders in der thermometrisehen Corrcetionderselben, da er nicht ohne Wahrscheinlichkeit vermuthete, dassdie beiden Extreme der jährlichen Temperatur, unter welchenjene Schiefen im Juni und Decembcr beobachtet werden, jenenUnterschied der Solstitialhöben der Sonne erzeugen. Bürgunternahm es daher, die bisher als gut anerkannten Refrnetions-tafeln so zu ändern, dass dadurch jener Unterschied aufgehobenwurde. Allein diese Tafeln, die man in den Wiener Epherne-riden bekannt machte und die nun allerdings jenen sonder-baren Widerspruch der Sonnenbeobachtungen aufhoben, warendafür im directen Widerspruche mit allen Beobachtungen derFixsterne, besonders des Polarsterns, welcher, so wie jene Sol-stitialbeobaehtungen der Sonne, vorzugsweise von den Astrono-men zu den Bestimmungen der Polhöhe gebraucht wird. Diesesogenannte Verbesserung konnte daher als eine höchst einseitige