100 Astronomische Gegenstände vermischten Inhalts ,
stiitigt zu haben. wenn gleich deshalb noch keine mathematischeGewissheit vorhanden ist, weil es noch an solchen Beobach-tungen gemangelt hat, die einzig zu diesem Zweck angc-stellt sind. (Etwas Aehnliches betraf die Behauptung des Phy-sikers M e ' v i 11 e, welcher nach N e w t o n’s Theorie desLichtes di .-»bcrrutionsbestiinmungen aus Bradley’s und Ro-me r’s Observationen, jene nn Fixsternen, diese an den Jupiters-trabanten, fiir nicht vereinbar hielt. Aber M elvi Ile fandnamentlich an Biot einen sehr gründlichen Gegner.) ln derandern der beiden Schriften Soldners zeigte dieser, in wie-fern ein Lichtstrahl von seiner geradlinigen Bewegung durchdie Anziehungskraft eines Weltkörpers, an dem der Lichtstrahlnahe vorbeigehet, abgelenkt werden könne, Soldner fandaber die Ablenkung iiusserst gering.
Die Petersburger Akademie setzte einen Preis von 500Rubeln auf eine Reihe von Beobachtungen über die Natur desals Materie betrachteten Lichtes, welcher Preis zwischen Hein-rich in Regensburg und Linck in Rostock getheilt wurde.Doch scheinen leider die Abhandlungen dieser beiden Gelehrtennicht öffentlich bekannt geworden zu sein. Wegen der Lehrevon der Extinetion des Lichte» in der Atmosphäre der Erdemuss das, von Laplace in seiner Mec. ccl. diesem Gegen-stände besonders gewidmete, Kapitel selbst verglichen werden.Laplace fand das merkwürdige Resultat, dass ohne eine At-mosphäre die Sonne etwa 10 Mal leuchtender sein würde, alssie jetzt erscheint. Manche nicht ganz uninteressante Ansich-ten über die Natur des Lichtes und über die Ursachen desSelbstleuehtens der Sonne hat v. Bieberstein in Folge sei-ner Untersuchungen aufgestellt, Bode aber in einer Abhand-lung sich über die Berührung des Erdballs von den Sonnen-strahlen, so wie über die Entstehung der Nord- und Südlichterausgesprochen.