Die Refraetion.
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den Gefrierpunkt und 28 Zull 1 Linie Barometerhöhe)den Werth 0,000589172. Dein mb re hatte in seiner obenerwähnten Arbeit 0,000588094 gefunden. Oer Unterschied die-ser beiden Werthe konnte jedoch ganz unberücksichtigt gelas-sen werden, da er auf die Strahlenbrechung in 45° Höhe nochkeine Einwirkung von einer Zehntelsecunde äussert. So wardenn die Richtigkeit zweier auf ganz verschiedenen Wegenentwickelten Resultate erwiesen, gewiss ein Triumph der Wis-senschaft, welcher jeden Zweifel an der, auf eine solche Weisebegründeten, Theorie der Refraetion sofort niederschlug. Aberein Triumph der Wissenschaft war es darum, weil inan durchVereinigung' der Analyse und der Ergebnisse eines mathemati-schen Instruments (des Multiplieationskreises) nunmehr die che-mischen Analysen der durchsichtigen Körper berichtigen , undso in die Natur und in die innern Verhältnisse dieser Stoffesicher eindringen konnte. Mollweide bearbeitete übrigensBiot’s und Arago’s Untersuchungen nochmals in deutscherSprache, und begleitete sie mit erklärenden Anmerkungen.
Einige Zeit nachher (heilte R i o t seine Untersuchung der Ein-wirkung von Feuchtigkeit und Wärme auf die brechende Kraft deratmosphärischen Luft mit. B i o t’s direete Bestimmungen bestätigtenLa p la ce’s frühere Vermuthung, dass die Feuchtigkeit blos einenganz unmerklichen Einfluss auf Refraetion haben könne, aufsvollständigste. Auch hinsichtlich der Wärme gelangte Biotzu gleichem Resultate, so dass von nun an das Gesetz derBrechung, im Verhältniss der Dichtigkeit, als streng in völligerAllgemeinheit geltend betrachtet wurde; doch versteht sich diesnur in sofern, als durch Veränderung der Temperatur die Den-sität dennoch ungeändert bleibt.
Mit Beobachtungen über anomalisclie Refractionen hatten sich,bereits vor dem Jahre 1809, vorzüglich Huddart, Vince,Wo Das ton, Gr über, W oltmann und Wrede beschäftigt.Indessen war Biot der erste, der im Jahre 1810 in seinenllecherches sur les refract. e.vtraord. r/ui ont Heu pres deVhoriaon eine Theorie aufgestellt, die alle jene Erscheinungengenügend und einfach aus bekannten Gesetzen herleitete. NurSchade, dass die 1807 herausgegebenen Beobachtungen undtheoretischen Untersuchungen über die Strahlenbrechung von