Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
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Astronomische Gayenstände cermischten Inhalts.

theilte La place einen, nur von zwei aus der Erfahrung allein zunehmenden Elementen abhängenden, eleganten Ausdruck mit. Daseine dieser Elemente ist die brechende Kraft der atmosphärischenLuft, und das andere der Einfluss der Wärme auf die Dichtigkeitder Atmosphäre. Kennt man aber beide Elemente, so kann man auchden jedesmaligen numerischen Werth der Refraetion berechnen.Die genaue Kenntniss des zweiten beider vorhin erwähnten Ele-mente verdankt mau Gay-Lussac. Was aber das erste, daslänuptelement der Refraetion, nämlich die brechende Kraft deratmosphärischen Luft betrifft, so wurden, um diese g'enau kennenzu lernen, bisher gewöhnlich Scheitelabstände beobachtet und als-dann mit berechneten wahren verglichen. Erst die Vortrefflichkeitder neuern astronomischen Observationen gestattete eine, aus ihnenherzuleitende, scharfe Bestimmung der sogenannten Hefractions-constante. Noch Delambre hatte dies mit Hilfe Piazzi’scherBeobachtungen gethan. Die Frucht dieser Arbeit waren die,zum ersten Male in den vom Bureau des longitudes herausge-gebenen Sonnen- und Mondstafeln erschienenen, auf Laplace’sFormel begründeten Refractionstafcln. Dieselben wurden alsdas Vollkommenste, was der Art bis zum Jahre 1811 erschie-nen, betrachtet. Demungeaclitet war (1er Einfluss der Feuch-tigkeit und Wärme bei ungeänderter Dichtigkeit auf die Re-fraction unberücksichtigt geblieben. Auch war die Frage, obüberhaupt die Brechung für die grössten und kleinsten Wertheder Dichtigkeit dieser stets genau proportional bleibe, noch garnicht entschieden. Biot und Arago haben in dieser Hin-sicht eine sehr schöne Arbeit geliefert. Als Grund derselbendiente ein Prisma und ein Multiplicationskreis. Ein mit deinPrisma verbundenes Barometer zeigte die, mittels einer Luft-pumpe bewerkstelligte, Luftverdünnung in diesem genau an.Das untere Fernrohr des Multiplicationskreises stand stets directnach einem 4300 Fuss entfernten Blitzableiter. Das obereFernrohr erhielt durch das Prisma den Lichtstrahl von demBlitzableiter. Offenbar war nun der Winkel beider Richtungen,welcher mittels der bekannten Vervielfältigungsweise sehrscharf erlangt werden konnte, gleich der Brechung des Licht-strahls aus der atmosphärischen Luft in das im Prisma betind-liche Medium. Man fand so die mittlere brechende Kraft (für