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Eigene Bewegung und Parallaxe dev Fixsterne.
beantworten, fand aber ein entgegengesetztes Resultat. Die Be-stimmungen dieser Fixsternbewegungcn waren also bis fast aufdie neueste Zeit noch zu schwankend und zu isolirt geblieben,um irgend eine haltbare Theorie darauf bauen zu können. Soviel schien ausgemacht zu sein, dass mit Benutzung der zuver-lässigsten Angaben verschiedene Stcrncombinationen auch viel-fach verschiedene Resultate geben, und hiernach eine reelle Be-wegung unsres Ccntralkürpcrs nach einer bestimmten Richtunghin nicht wahrscheinlich machen würden. Uebrigens lag auch— dies war die fast allgemeine Ansicht — der ganzen Behand-lung dieses Problems die hypothetische Voraussetzung zumGrunde, dass nur die Sonne und nicht die Sterne in Bewegungsind, indem sonst die Aufgabe unauflösbar wäre. Die Consta-tirung einer jährlichen Parallaxe der Fixsterne würde obigeStreitfrage entschieden haben; allein ungeachtet aller Bemühun-gen neuerer Astronomen war dieser Gegenstand fast noch ebenso problematisch, wie jener. Bradley glaubte aus seinen Be-obachtungen mehrerer Zenithaisterne schliesscn zu können, dassbei diesen eine Parallaxe von einer Secunde nicht stattflndc.Vcrvollkominnete Instrumente und Beobaclitungsmcthoden Hessennun zwar einen bessern Erfolg erwarten, allein vergebens! Meh-rere Astronomen halten sich später mit diesem Gegenstände be-schäftigt, allein dennoch ein bestimmtes Resultat nicht erlangt.Beobachtungen von Mecbain und Delambre, im Laufe derfranzösischen Gradmessung gemacht, gaben die Parallaxen Mulloder unmerklich. Periodische Differenzen in zehnjährigen Dc-clinationen von a Lyrae leiteten Piazzi auf diese Untersuchunghin. Allein die Hoffnung, von ihm etwas Entscheidendes zuerhalten, blieb ebenfalls unerfüllt. Capella, Aldebaran, Procyon,Sirius, Arcturus und Atair wurden untersucht; für einige gabendie Beobachtungen eine Parallaxe, für andere nicht, und schwan-kend blieben die meisten Resultate. Grosse Sorgfalt verwandteCalandrelli auffdie Beobachtung von « Lyrae; seine zahl-reichen Beobachtungen stimmten scheinbar gut unter sich, undgaben vereinigt eine jährliche Parallaxe von 4",4. Piazzi’s
1. Astran. Jahrb. 1814 S. 229. Philosoph. Transaot. 1818. p. 275,1821 p. 327.