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Luftthermometer.
dem Abstande der Kugeln von einander und der Stärke des Bat-teriefunkens zunimmt. Kinnehsley bemerkte hierbei, dafs imAugenblicke der Explosion das Wasser im Röhrchen II bis andas Ende desselben hinaufgetrieben wurde, aber auch sogleichwieder herabsank, jedoch nicht bis zu seinem ursprünglichenStande, den es erst nach einiger Zeit allmälig wieder erreichte.Die erstere dieser Wirkungen konnte nach seiner Ansicht keines-wegs durch die Ausdehnung der Luft in Folge der erzeugtenWärme hervorgebracht werden , dagegen leitete er die nachlie-rige, nur allmälig abnehmende Erhöhung aus dieser Ursache ab,indem das Wasser erst dann seinen anfänglichen Stand wiederannahm, wenn die ausgedehnte Luft ihre höhere Temperaturverloren hatte. Geiiler 1 hält jedoch diesen Schlufs nicht fürrichtig, weil der elektrische Funke die Luft zersetzen und ela-stische Flüssigkeiten erzeugen könnte , welche anfangs das Vo-lumen vermehrten und später vom Wasser absorbirt würden;allein in diesem Falle müiste das Wasser im Röhrchen unter seinanfängliches Niveau herabsinken , was bei den Versuchen nieerwähnt wird. Aufserdem können nicht füglich aus atmosphä-rischer Luft elastische Flüssigkeiten erzeugt werden , welche dasanfängliche Volumen zu vermehren vermöchten und späterdurch Wasser absorbirt würden, denn durch die allerdings an-derweitig beobachtete Verbindung des Stickstoffgases mit demSauerstoffgase der atmosphärischen Luft durch elektrische Fun-ken müiste überall das Volumen vermindert werden.
Die mit diesem Apparate anzustellenden Versuche gehörendaher keineswegs unter die unwichtigen. Ist dasselbe hinläng-lich fein construirt, so läfst sich allerdings schliefsen, dafs dieElektricität in vollkommenen Leitern keine Wärme erzeugt,wenn bei der Berührung der Kugeln nach wiederholten Fla-schenschlägen kein Aufsteigen des Wassers im Röhrchen FI er-folgt. Die plötzliche starke Ausdehnung der Luft durch denelektrischen Funken, wenn er 'von der einen der von einanderabstehenden Kugeln zur andern überspringt, ist eine Folge derPlatzung , v'elche nicht selten auch die Fugen der Blitzableiterzerreifst. Indem" aber die Elektricität die Nichtleiter bei ihremDurchgänge durch dieselben durchbricht, so kann man auch an-nehmen, dafs sie die Luft trennt, wodurch zugleich der Knall
1 Wörterbuch. Alte Ausg. III. S. 88.