L u f 11 h e r m o m e t e r.
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meter waren Luftthermometer 1 , wovon jedoch hier die Rede•nicht seyn kann. Das durch Kiykeiisley 2 angegebene elehlri-ache Lufllhermometer ist von seinem Erfinder in der Absichtconstmirt worden, um die durch Elektricität erzeugte Wärme zumessen, verdient also seinen Namen in derThatund gehört unterdie keineswegs verächtlichen Apparate , obgleich man dasselbeselten oder nie mehr in den physikalischen Cabinetten findet.
Eine 10 Zolle lange und 2 Zolle weite Glasröhre A B ist an Fig.beiden Enden in messingne Kappen gefafst, durch welche dieam einen Ende zu Haken umgebogenen , am andern mit KugelnG, I versehenen messingnen Drähte FG, E I so gesteckt sind,dafs der untere feststeht, der obere dagegen luftdicht auf- undabwärts bewegt Werden kann. Im unteren Theile der Röhrebefindet sich etwas Wasser, in welches die an beiden Endenoffene Röhre H hinabreicht. Die so vorgerichtete Röhre ist inverticaler Richtung am Stative CD befestigt. KinNeksley setzteden Apparat auf ein isolirendes Gestell 3 , umgab die GlasröhreInit vielen Windungen eines am ersten Conductor befestigtenDrahtes und elektrisirte sie, um zu erforschen , ob die Elektri-cität an sich warm sey und durch ihre Wärme die eingeschlos-sene Luft ausdehne, allein er erhielt hierdurch gar keine Wir-kung, welche auch dann gänzlich ausblieb, wenn er beide Ku-geln zur Berührung brachte und den einfachen elektrischenStrom oder Flaschen-Elektricität durch die Drähte leitete. Hier-durch glaubte er sich zu dem Schlüsse berechtigt, dafs die Elek-tricität weder an sich warm sey, noch auch Wärme aus solchenKörpern entwickle, welche sie vollständig leiten. Wenn da-gegen die beiden Kugeln I, G um einen grösseren oder kleine-ren Abstand von einander entfernt werden und man einen Fla-schenfunken zwischen ihnen überschlagen läfst, so steigt dasWasser im Röhrchen H plötzlich zu einer Flöhe, welche mit
1 Vergl. Thermometer.
2 Phil. Trans. LIII. P. I. p. 88. Daraus in Priestley Gesch. d.Elektr. übers, von Krünitz S. 137. und in T. Cavallo’s vollständigerAbhandlung der theoretischen und praktischen Lehre von d. El. 4teAull. Th. I. S. 229.
3 Die mitgetlieilte Fignr ist nach Cavallo’s Abbildung. Ursprüng-lich stand die Röhre auf einer durch einen DreifuTs getragenen Glas-säule und von dem durch die untere Fassung seitwärts hervorragendenDrähte ging eine Kette zur negativen Belegung einer Flasche.
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