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werden auch die Hahnen und Kolben überstrichen, und es liegtin der Natur der Sache, dafs man im Winter etwas mehr Oel,als im Sommer nehmen müsse, überhaupt aber läfst sich dierichtige Proportion beider Theile nach einigen Versuchen leichttreffen , auch kann ohne Schwierigkeit zu der fertigen Mischungnoch etwas von der einen oder der andern Substanz zugesetztwerden, wenn das richtige Verhältnis verfehlt seyn sollte.
Zur Prüfung des Grades der Verdünnung dient entwederdie Birnprobe, oder das Barometer. Die Bim probe ist bereitsoben 1 beschrieben und dabei gezeigt worden, wie wenig sichereResultate damit zu erhalten sind , weil sie die Einwirkung derDämpfe auf den Grad der Verdünnung nicht angiebt. NAUiNEundCavendisii haben ausführlich ihre Triiglichkeit gezeigt unddurch Vergleichung mit der Barometerprobe dargethan , dafs siewohl eine lOOOOOfache Verdünnung anzeigte, wenn gleich nureine GOOfache der elastischen Medien vorhanden war 2 . Zu je-ner Zeit, als die Lehre von den Dämpfen ungleich wenigerbegründet war, konnte dieses ein Gegenstand weitläufiger Un-tersuchung seyn, gegenwärtig aber versteht sich von selbst, dafsdie ungleich schwieriger zu behandelnde Birnprobe der Baro-meterprobe weit naclisteht und neben dieser füglich entbehrtwerden kann.
Die Anwendung des Barometers zur Prüfung des Gradesder Verdünnung bei der Luftpumpe ist eben so sicher, als ein-fache ln dem leeren Raume des Barometers, der sogenanntenTorricelli sehen Leere, ist nämlich die Abwesenheit aller Luftgegeben und es drückt daher keine Luft auf die Quecksilber-säule in der Röhre ; bringt man daher eine mit Quecksilber ge-füllte Glasröhre mit der durch die Luftpumpe erzeugten soge-nannten Gueriche'sehen oder Boyle 1 sehen Leere in Verbindung,so mufs sich aus der Vergleichung beider Barometer ergeben, wiegrofs die Elasticität und somit auch die Dichtigkeit der Luft inletzterer noch sey, indem ein dieser proportionaler Druck aufdie in dem mit ihr verbundenen Barometer enthaltene Quecksil-bersäule stattfindet. Vorausgesetzt also, dafs keine anderweitigeBedingungen auf eins der angewandten Barometer einen Einflnlsäufsern, mifst man den Unterschied der Länge beider Quecksjl-
1 Bd. I. S. 977.
2 Phil. Trans, for 1777. Vergl. Hutton Dict. T. I. p. 56.